Sternsingerinnen aus Kirchdorf im EU-Parlament in Brüssel

Die Kirchdorfer Sternsingerinnen mit ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas.
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  • Die Kirchdorfer Sternsingerinnen mit ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas.
  • Foto: Martin Lahousse
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KIRCHDORF (sta). „Königlichen Besuch“ empfing am 10. Januar 2018 EU-Vizepräsident Rainer Wieland: 20 SternsingerInnen aus sechs europäischen Ländern, darunter auch eine Sternsingergruppe aus der Pfarre Kirchdorf an der Krems, brachten den Segen ins Europaparlament in Brüssel.
„Vielen Dank für euren Einsatz. Ihr setzt euch damit auch für ein wichtiges christliches Brauchtum ein“, dankte EU-Vizepräsident Rainer Wieland den „Heiligen Drei Königen“, die aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Italien und Belgien kamen. Die (ober)österreichische Gruppe besuchte danach auch noch ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas und SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner und brachte Grüße aus der Heimat und den Segen für das neue Jahr.

Die Mädchen und Jungen hatten eindringliche Botschaften zur Situation arbeitender Kinder im Gepäck. „Ausbeuterische Kinderarbeit hat schlimme Folgen – überall auf der Welt. Kinder sind schutzlos und werden missbraucht. Sie werden krank und sterben früh“, so die Sternsinger. „Wir fordern, dass der Schutz vor Ausbeutung zum Prüfstein für politische und wirtschaftliche Beziehungen wird“, richtete Julian (13) aus Deutschland den konkreten Appell an die EU-Parlamentarier. Der Teufelskreis der Armut für die arbeitenden Kinder muss durchbrochen werden“, ergänzte Sina (13) aus Italien (Südtirol). Mit ihrem Anliegen stießen die SternsingerInnen beim EU-Vizepräsidenten auf offene Ohren: „Mit dem Thema Kinderarbeit beschäftigen wir uns natürlich auch im Europäischen Parlament. Die Sternsinger haben heute deutlich gemacht, dass jeder Einzelne etwas tun kann, zum Beispiel beim fairen Einkaufen“.

Besuch im EU-Parlament
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch im EU-Parlament für vier junge Sternsingerinnen aus Kirchdorf an der Krems. In Begleitung von Mayella Gabmann und Jakob Haijes, beide von der Katholischen Jungschar der Diözese Linz, reisten Franziska Huber, Anna Lena Wimberger, Agnes Wöckl und Selina Klausberger nach Brüssel. Die Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren vertraten dort 85.000 österreichische Sternsinger-Kollegen. Franziska durfte sogar den Segen an prominenter Stelle im Protokollbereich des Parlaments anschreiben. „Ich freue mich, dass der Segen nun das ganze Jahr für alle Gäste hier zu sehen ist“, so die Kirchdorferin stolz.

Für ihren Einsatz erhielten die Sternsinger eine Spende des Vizepräsidenten, die stellvertretend Lena aus Belgien (11) entgegennahm. Sie ist für ein Projekt in Indien bestimmt, in dem Frauen durch Kleinkredite unterstützt werden, damit ihre Kinder zur Schule gehen können und nicht für den Familienunterhalt mitarbeiten müssen.

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