Corona
Ansteckungsgefahr "Angst"

Sigrid Sperrer ist Klinische- Gesundheits und Notfallpsychologin in Kirchdorf.
  • Sigrid Sperrer ist Klinische- Gesundheits und Notfallpsychologin in Kirchdorf.
  • Foto: Felix Mayr
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Das Coronavirus ist wie ein Tsunami über uns geschwappt – mit ihm auch die Angst vor der Ansteckung und auch vor den Einschränkungen in unseren Lebensgewohnheiten, die jetzt drastisch spürbar wurden.

BEZIRK (sta). Auch Angst ist ansteckend! Und das ist nicht nur schlecht. Angst ist grundsätzlich sehr sinnvoll. Sie warnt uns vor Gefahr und unterstützt uns dabei, rasch zu handeln und Maßnahmen zu ergreifen, die uns schützen.
Alles, was neu, unbekannt, undurchschaubar und unberechenbar ist macht Angst. Entscheidend für das Ausmaß ist, wie kontrollierbar wir eine Situation wahrnehmen. Wenn wir das Gefühl haben, die Lage im Griff zu haben, empfinden wir die Gefahr auch weniger beängstigend. mDementsprechend sind zum Abbau von Ängsten alle Strategien sinnvoll, die unser Gefühl steigern, die Dinge kontrollieren zu können.

Damit aus Angst nicht Panik wird

"Wir wissen, dass zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus, entsprechende Hygienemaßnahmen wichtig sind. Händewaschen, sich möglichst nicht ins Gesicht zu greifen, nachdem man Türklinken oder Ähnliches angefasst hat. Hier kann Angst uns helfen, dass wir aufmerksamer werden, und diese Maßnahmen nicht vergessen. Ein zu leichtfertiger Umgang könnte die Verbreitung des Virus begünstigen,"weiß Psychologin Sigrid Sperrer aus Kirchdorf. S
Es gibt aber auch Menschen, die von ihrer Persönlichkeit her oder geprägt von ihrer Lebensgeschichte mehr Angst haben als andere. Sie brauchen Strategien, damit aus Angst nicht Panik wird. Hilfreich kann sein, die eigenen Befürchtungen gut zu ergründen: Was genau fürchte ich? Wie realistisch ist es, dass dies zutrifft? Was könnte alternativ auch (Positives) passieren – und wie wahrscheinlich ist das? "Atem- und Entspannungsmethoden können dabei unterstützen, ruhiger zu werden. Wichtig ist immer auch, sich zu überlegen, wohin man sich wenden kann, wenn die Angst ganz groß wird.", so Sperrer. "Nachrichten hören und sich über Empfehlungen zu informieren ist sicher sinnvoll, allerdings sollte man auch ganz bewusst seine Aufmerksamkeit auf andere Dinge lenken. Gerade im Hinblick auf die Anweisungen, die unsere Lebensgewohnheiten stark verändern, sollten wir uns gut darauf konzentrieren, was wir (noch) tun können und weniger darauf, worauf wir verzichten müssen. Immerhin haben wir zum Beispiel noch die Möglichkeit, Bewegung an der frischen Luft zu machen, Spazierengehen, mit Angehörigen und Freunden zu telefonieren, mit der Familie Spieleabende zu gestalten und vieles andere mehr" so die Psychologin.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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