Rauchverbot
Aufregung hat sich gelegt

Das Rauchverbot wird von den Gästen akzeptiert. Im Bezirk Kirchdorf gibt es bisher keine Anzeigen.
  • Das Rauchverbot wird von den Gästen akzeptiert. Im Bezirk Kirchdorf gibt es bisher keine Anzeigen.
  • Foto: Foto: panthermedia/Jens Klingebiel
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Am 1. November 2019 ist das generelle Rauchverbot in den Gastronomiebetrieben in Kraft getreten. Bisher gibt es keine Anzeigen bei der Bezirkshauptmannschaft.

BEZIRK (sta). Am 1. November 2019 ist das generelle Rauchverbot in den Gastronomiebetrieben in Kraft getreten. Nach einem anfänglichem Aufschrei bei Gästen und manchen Gastronomen im Bezirk Kirchdorf hat sich die Lage beruhigt. Das Gesetzt wird eingehalten, es gibt keinerlei Beschwerden. Das bestätigt auch Karlheinz Angerer von der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf. "Wir hatten im ersten Monat, seit Inkrafttreten des Gesetzes, keine einzige Anzeige."
Tobias Lindinger führt die Cocktailbar "Mainstreet" in Kirchdorf. "Wir waren ein Raucherlokal und ich war schon gespannt, was nach dem generellen Rauchverbot kommt. Ich merke nicht, dass jetzt weniger Gäste kommen, ganz im Gegenteil. Viele schätzen die rauchfreie Luft. Es kommen vermehrt auch Frauengruppen. Ich habe früher öfter gehört 'bei dir stinkts, das hält ja keiner aus'. Auch ich persönlich bin froh, jetzt komm ich nicht mehr stinkend nach Hause."
Rainer Ramsebner, einer von drei Wirtesprechern im Bezirk Kirchdorf und Inhaber der Lögerhütte im Skigebiet Hinter-#+stoder, sagt: "Ich habe von meinen Kollegen nichts Negatives gehört. Wir haben schon vor Jahren auf Nichtraucher umgestellt – haben damals zwar ein paar Gäste verloren, die sind aber bald wiedergekommen."

Bisher keine Anzeigen

Die Wirtschaftskammer zeigt sich zufrieden über die Situation. WKO-Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas dazu: "Endlich gibt es eine einheitliche Regelung. Das ist gut so und ich hoffe, das bleibt auch so. Ein Problem sehe ich bei der Lärmentwicklung vor den Lokalen. Das könnte für Unmut bei Anrainern sorgen." Derzeit sei das allerdings laut Bezirks-Polizeikommandant Franz Seebacher kein Problem. "Es gibt keine Anzeigen, lediglich bei einem Lokal in Windischgarsten kam es vereinzelt zu Beschwerden. Wie sich das in den Sommermonaten gestaltet, wird man sehen." An einer Facebook-Umfrage der BezirksRundschau Kirchdorf nahmen mehr als 200 Personen teil. 57 Prozent der Teilnehmer bevorzugen demnach rauchfreie Lokale – zum Leidwesen der Trafikanten. Klaus Hinterer führt ein Geschäft in der Kirchdorfer Innenstadt. Er sagt: "Natürlich verzeichnen wir Umsatzeinbrüche. Es wird klar weniger geraucht. Auch die Gastronomen fallen als Kunden weg. Das Rauchverbot erschüttert bis zu einem gewissen Grad unsere Branche. Ich frage mich schon, wie sich ein Trafikant – besonders am Land – zukünftig aufstellen soll."

Im Bezirk Kirchdorf gibt es 117 Gasthäuser, 26 Gasthöfe (diese dürfen auch Zimmer führen) und 51 Restaurants, 114 Bars, Würstelstände, Imbissbuden udgl.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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