Winterdienst
Bereit für Schnee und Glätte

Seit den Sommermonaten bereiten sich die Straßenmeistereien schon auf den Winterdienst vor.
  • Seit den Sommermonaten bereiten sich die Straßenmeistereien schon auf den Winterdienst vor.
  • Foto: AndreaWilhelm/panthermedia
  • hochgeladen von Martina Weymayer

Die oö. Straßenverwaltung ist für den Winter gerüstet. Auch im Bezirk Kirchdorf kann der Schnee kommen.

BEZIRK KIRCHDORF. Laut Statistik fällt im oö. Flachland um den 23. November der erste Schnee. "Dieser hat sich heuer verspätet", sagt Wolfgang Traunmüller, Geschäftsführer von Blue Sky Wetteranalysen aus Attnang. "Auch in den kommenden Tagen ist bei uns noch kein markanter Wintereinbruch in Sicht. Dieser kündigt sich am Wochenende erstmals an der Alpensüdseite an."

"Winteranfang ist mehr, als nur Salz zu streuen", unterstreicht Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner. "Winterdienst in Oberösterreich bedeutet, mit den modernsten Techniken in die Zukunft zu schauen, um auf alles vorbereitet zu sein. Ein Schneepflug alleine ist Schnee von gestern." In Oberösterreich haben sich daher die 550 Winterdienstmitarbeiter in 31 Straßenmeistereien schon seit dem Sommer auf die kalten Monate vorbereitet. Bereits im September absolvierten sie Schulungen zu Themen wie Organisation, Technik, effizientem Streumitteleinsatz – und natürlich darüber, wie der Winterdienst in Zeiten von Covid19 ausschaut.

Einsatz in drei Schichten

"Wir haben drei Schichten eingeteilt, die nicht zusammenkommen dürfen", schildert Raffael Gittmaier, Dienststellenleiter der größten Straßenmeisterei Oberösterreichs in Kirchdorf. 250 Kilometer Bundes- und Landesstraßen, vom Pyhrnpass bis Wartberg/Krems, umfasst das Erhaltungsgebiet. "Von den insgesamt 52 Mitarbeitern sind 29 für den Winterdienst eingeteilt. Was Corona betrifft, sind alle dazu aufgefordert, höchste Vorsicht walten zu lassen und sämtliche Empfehlungen der Regierung zu befolgen. Sollte es trotzdem zu Problemen kommen, haben wir noch eine Reservemannschaft."

Ausgeklügelte Logistik

Während nur rund 150 Kilometer des Landesstraßennetzes mit Splitt bestreut werden, kommt dem Salz im Kampf gegen glatte Straßen eine große Bedeutung zu. Das Auftausalz wurde schon im Sommer eingelagert. Was die Straßenmeisterei Kirchdorf betrifft, sind in acht Silos – diese befinden sich in Kirchdorf, Pettenbach, Windischgarsten, St.Pankraz und Leonstein – bis zu 1.000 Tonnen Salz und 141 Kubikmeter Sole vorrätig. Ein hochentwickeltes System überwacht den jeweiligen Füllstand und bestellt automatisch nach. Darüber hinaus stehen den Winterdiensten zahlreiche weitere technische Hilfsmittel zur Verfügung. "Mit einer modernen Räum- und Streutechnik, leistungsfähigen Informationssystemen, geschulten Mitarbeitern sowie einer angepassten Fahrweise steht der sicheren Fahrt nichts entgegen", wünscht Günther Steinkellner allen Verkehrsteilnehmern eine gute Fahrt.

Zahlen und Fakten zum Winterdienst 2020/2021:

- 550 Winterdienstmitarbeiter in den 31 Straßenmeistereien sorgen auf dem rund 6.000 Kilometer langen oberösterreichischen Landesstraßennetz für bestmögliche Fahrverhältnisse auf winterlichen Straßen.
- Der Salzvorrat in den Salzsilos der Straßenmeistereien beträgt 21.000 Tonnen.
- Automatische Nachbestellungen stellen sicher, dass verbrauchte Mengen während des Winters umgehend nachgeliefert werden.
- Zusätzlich lagern in Hallen 10.000 Tonnen Salz als eiserne Reserve.
- Der durchschnittliche Salzverbrauch eines Winters beträgt rund 40.00 Tonnen
- Die Räumstrecke eines LKW oder UNIMOG beträgt 25 – 35 Kilometer.
- 109 Glättefrühwarnmessstellen und über 250 Videokameras informieren die Winterdienstmitarbeiter laufend über den Straßenzustand und ermöglichen ein schnelles Reagieren auf Gefahrensituationen.
- Zwischen 90 und 125 Winterdiensttage sind pro Winterdienstsaison zu verzeichnen.

Langzeitprognosen gehen von mildem Winter aus

Seit 15 Jahren ist Blue Sky Wetteranalysen auf den Bereich Winterdienst spezialisiert. Auch in der Region Steyr-Kirchdorf hat das Unternehmen zahlreiche Kunden, von Städten und Gemeinden bis zu privaten Schneeräumdiensten. "Genaue Prognosen für Ortsgebiete und Straßennetze helfen dabei, den Winterdienst zu optimieren", erklärt Geschäftsführer Wolfgang Traunmüller. Es gehe darum, die Sicherheit auf den Straßen und Gehwegen zu gewährleisten und gleichzeitig Kosten und Ressourcen effizient einzusetzen. Winterdienste müssen zudem nachweisen, so Traunmüller, dass sie ein ausreichendes Wetterservice beziehen, wenn es beispielsweise zu einem Unfall kommt.

Was die Langzeitprognosen für 2020/21 betrifft, gehen diese derzeit von einem relativ milden Winter aus. "Die letzten Winter waren in OÖ im langjährigen Klimamittel allesamt zu mild", so Traunmüller. "Für den Winterdienst sind aber auch diese sehr arbeitsintensiv, weil gerade die Tage, an denen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt bewegen, durch gefrierende Nässe oder Reif oft zu Glättesituationen führen."

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