Nahversorgung in Kirchdorf
Billa will weg aus dem Zentrum

Die Kirchdorfer Gemeindepolitiker mit Bürgermeister Wolfgang Veitz (4. v. li.) am Parkplatz vor dem Billa.
  • Die Kirchdorfer Gemeindepolitiker mit Bürgermeister Wolfgang Veitz (4. v. li.) am Parkplatz vor dem Billa.
  • Foto: Staudinger
  • hochgeladen von Franz Staudinger

KIRCHDORF (sta). Mit einer Unterschriftenaktion soll der Nahversorger in der Innenstadt gehalten werden. Schon lange wird gemunkelt, dass der Lebensmittelhändler Billa auf der Suche nach einem anderen Standort ist – sehr zum Missfallen der Stadtväter. Bürgermeister Wolfgang Veitz dazu: "Laut Informationen des Rewe-Konzerns soll die Filiale geschlossen und an einem anderen Standort neu errichtet werden." Im Fokus stehe dabei das Betriebsgebäude des ehemaligen Autohauses der Firma Silbergasser entlang der B138.
Bei diesen Plänen spielt aber das Land Oberösterreich nicht mit. Die Abteilung Raumordnung sagt nein und stimmt der Umwidmung des Betriebsbaugebietes nicht zu. Auf Initiative von Stadtrat Gerhard Holzinger soll jetzt eine parteiübergreifende Unterschriften-#+aktion Billa zum Umdenken und zum Bleiben in der Stadt bewegen. "Ich glaube, dass wir das gemeinsam schaffen können", so der Grünen-Stadtrat, der sich bis zu 500 Unterschriften erhofft. Dafür müsste sich etwa jede zehnte Kirchdorfer eintragen.

Schlüsselfunktion für Stadt

Seit mehr als 20 Jahren gibt es das Geschäft mit etwa 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und 70 Parkplätzen im Zentrum. "Wir wissen, dass Billa größer werden möchte. Aus meiner Sicht wäre das auch am jetzigen Standort möglich. Eigentümer der aktuellen Liegenschaft ist die Tiroler Hochstaffl Immobilien GmbH. "Vom Eigentümer gibt es grundsätzlich positive Signale", so Bürgermeister Veitz. Schützenhilfe bekommt der Ortschef von der Wirtschaftskammer. Bezirks-#+obmann Klaus Aitzetmüller sagt: "Attraktive Ortszentren sind für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort von wesentlicher Bedeutung. Das gilt für jede Gemeinde. In den drei wichtigsten Handels-Standorten Kirchdorf, Kremsmünster und Windischgarsten ist das sehr wichtig in der Zukunftsstrategie."
Schwierig werde es, so Aitzetmüller, wenn klassische Nahversorger das Zentrum verlassen. "Der Billa in Kirchdorf ist ein solcher und hat eine Schlüsselfunktion. Er bringt Konsumenten in die Innenstadt und versorgt Mitarbeiter und Einwohner mit Gütern des täglichen Bedarfs. Ein Miteinander von Handelsbetrieben, Gebäudeeigentümern und Gemeinde ist hier gefragt." Vizebürgermeisterin Vera Pramberger bekräftigt: "Wir brauchen die Nahversorgung in unserer Stadt. Ganz besonders unsere älteren Mitbürger sind davon abhängig."
Zu den Absiedelungsplänen hält sich Rewe bedeckt. Pressesprecher Paul Pöttschacher sagt: "Momentan gibt es zum betreffenden Standort noch laufende Gespräche, daher kann ich derzeit keine weiteren Informationen geben."
Unterschriftenlisten für den Verbleib des Geschäftes im Kirchdorfer Stadtzentrum liegen bei Expert Luwy, GEA, Tabak-Trafik Hinterer und in der Bürgerservicestelle im Rathaus Kirchdorf auf.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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