Burgstüberl wieder geöffnet

Bürgermeister Horst Hufnagl (li.) mit dem Vereinsvorsitzenden vom Institut für Soziale Kompetenz (ISK), Peter Leeb.
  • Bürgermeister Horst Hufnagl (li.) mit dem Vereinsvorsitzenden vom Institut für Soziale Kompetenz (ISK), Peter Leeb.
  • Foto: Gemeinde Micheldorf
  • hochgeladen von Franz Staudinger

MICHELDORF (sta). 70 Jahre lang nutzte die Katholische Jugend die Micheldorfer Burg. Die Diözese entschloss sich aber vor über zwei Jahren, anstehende Sanierungsarbeiten nicht mehr durchzuführen. Der 99-jährige Pachtvertrag zwischen dem Eigentümer, dem Stift Kremsmünster, und der Diözese Linz wurde aufgelöst. Nachdem das Micheldorfer Wahrzeichen einige Wochen lang leer stand konnte mit dem Institut für Soziale Kompetenz (ISK) aber ein neuer Pächter gefunden werden. Die Burg soll weiterhin vorrangig für Schülergruppen genutzt werden, die im Kremstal ihr Feriencamp aufschlagen. Abt Ambros vom Stift Kremsmünster: "Ich bin froh und dankbar, dass die Burg weiterhin der Allgemeinheit zur Verfügung steht."
Das ISK zahlt knapp 1.000 Euro pro Monat an "symbolischer Pacht". Das Burgstüberl hat seit Anfang Juli wieder an den Wochenenden geöffnet. Bis Ende Oktober können sich Ausflugsgäste und Wanderer (Samstag von 13 bis 17 Uhr und Sonntag 11 bis 17 Uhr) stärken. Micheldorfs Bürgermeister, Horst Hufnagl sagt: "Die erste Etappe, die für eine generelle Nutzung der Burg Altpernstein nötig ist, wurde damit umgesetzt. Nun sollen weitere Schritte folgen. Ich freue mich, dass das Burgstüberl am Wochenende so gut angenommen wird. Als nächster wichtiger Schritt ist das Schaffen einer sicheren Zugangsmöglichkeit auf die Burgterrasse geplant. "Damit soll auch dieser geschichtsträchtige Bereich der Burg wieder für Veranstaltungen und Jugendgruppen zugänglich gemacht werden", so der Ortschef.
ISK wurde 2010 von Peter Leeb in Linz gegründet und ist heute einer der führenden Anbieter von qualifizierter Nachmittagsbetreuung an Oberösterreichs Schulen. Im revitalisierten Pfarrhof in Hinterstoder hat das ISK das "Life Camp" eröffnet. Neben der Nutzung als Feriencamp steht es auch Schulen für Schulsportwochen, sowie Familien, Gruppen und Vereinen für einen Aktivurlaub offen. Ein ähnliches Konzept soll auch auf der Burg Altpernstein umgesetzt werden. Bereits im Herbst werden die Handwerker mit umfangreichen Renovierungsarbeiten beginnen. Mehr als eine Million Euro sind angeblich dafür im kommenden Jahr veranschlagt.

Burg Altpernstein: Eine bewegte Geschichte

Die Burg wurde erstmals 1179 urkundlich erwähnt. Ihr heutiges Aussehen hat sie erst im 16. Jahrhundert erhalten, als die "Jörger von Tollet" auf Altpernstein residierten. Damals waren die Jörger auf Altpernstein evangelisch. Als die Rebellion gegen den katholischen Kaiser Ferdinand II niedergeschlagen wurde, ist die Burg an den bayerischen Statthalter in Oberösterreich übergegangen. 1630 hat das Stift Kremsmünster das Anwesen gekauft, in dessen Besitz es bis heute ist. Altpernstein diente als Sitz des Stiftsförsters. So wie damals wird die Burg auch heute von Wallfahrern und Ausflugsgästen besucht. Nach dem zweiten Weltkrieg pachtete die Diözese Linz die Burg für neunundneunzig Jahre, um sie für die Katholische Jugend zu nutzen.

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