Skybird Kremstal
Drachenflieger und Paragleiter verlieren beliebten Startplatz

Skybird Kremstal-Obmann Wolfgang Wirtl aus Molln bei einem Start am Hirschwaldstein in Micheldorf.
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  • Skybird Kremstal-Obmann Wolfgang Wirtl aus Molln bei einem Start am Hirschwaldstein in Micheldorf.
  • Foto: Wirtl
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Steinbacher Landwirt verweigert künftig Drachenfliegern und Paragleitern die Starterlaubnis auf gepachtetem Grundstück.

STEINBACH/ZIEHBERG. Das Drachenfliegen und Paragleiten hat im Kremstal eine lange Tradition. Der Verein "Skybird Kremstal" in Micheldorf wurde bereits im Jahr 1974 gegründet und zählt heute mehr als 220 Mitglieder aus ganz Österreich. Die sportlichen Erfolge der Mitglieder können sich sehen lassen. Manfred Ruhmer ist zwölffacher Weltmeister im Drachenfliegen und ein Star in der Szene. Im Drachenflieger-Streckenflug – im Einzel als auch im Teambewerb – sind die Kremstaler eine Macht und freuen sich über zahlreiche Goldmedaillen bei den Staatsmeisterschaften.

"Wir stoßen auf taube Ohren"

Seit etwa vier Jahrzehnten starten die Flieger auch in der Nähe vom "Kronbauer" in Steinbach am Ziehberg. Es ist eine von drei Startmöglichkeiten des Vereines, diese wird aber künftig nicht mehr zur Verfügung stehen. Für Obmann Wolfgang Wirtl aus Molln ist das sehr bedauerlich. Er sagt: "Es ist einer der wenigen Plätze in Oberösterreich, der bei Ostwind für uns Flieger perfekte Bedingungen bietet. Es war bisher schon so, dass die Benützungsrechte immer nur für ein Jahr gültig und jederzeit kündbar waren. Es gab eigentlich bisher nie nennenswerte Probleme."
Seit 1. Jänner 2021 ist Rudolf Dilly der neue Pächter des Grundstückes. Er sagt: "Durch die bisherige Nutzung des Vereines ist ein nachhaltiger Schaden entstanden. Weideflächen unterhalb des Startplatzes sind nicht mehr benutzbar gewesen. Der Besitzer des Grundstückes erlaubt auch keine Unterverpachtung mehr."
Wirtl entgegnet: "Wir leisten einen beträchtlichen, jährlichen Beitrag für die Benützung und kümmern uns um die Pflege des Startplatzes. Wir sind auch gesprächsbereit und könnten uns vorstellen, den Startplatz zu verlegen. Leider stoßen wir dabei auf taube Ohren."

Betreten wird untersagt
Bis Ende Februar muss der Verein Windfahnen, Wetterstation mit Webcam und den Schaukasten entfernen. "Das Betreten des Grundstückes ist nur mehr zum Entfernen dieser Einrichtungen gestattet. Starten oder Landen, sowie ähnliche Aktivitäten der Mitglieder und auch Nichtmitglieder werden künftig auf dem Grundstück untersagt", so Dilly in einer Mail an den Verein. Darin droht Dilly auch mit einer Besitzstörungsklage, sollte man sich nicht daran halten. "Bei den Grundlagen für diese Entscheidungen haben langfristige, betriebswirtschaftliche Überlegungen den Ausschlag gegeben, da sonst mehrere Hektar Weidefläche nicht mehr nutzbar gewesen wären."
Wolfgang Wirtl dazu: "Die Entscheidung, uns nicht mehr starten zu lassen, ist sein gutes Recht. Aber gemeinsam hätten wir bestimmt eine zufriedenstellende Lösung für alle gefunden. Es ist sehr bedauerlich, dass es so gekommen ist."

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