Endlich: Zwei gesunde Luchskinder im Nationalpark

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Luchsjunge kommen bereits behaart zur Welt und wiegen zum Zeitpunkt ihrer Geburt etwa 240 bis 300 Gramm. Die ersten acht bis zehn Tage nach der Geburt sind sie noch blind und taub. Sie ähneln nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrem Verhalten der Hauskatze. Luchse sind Einzelgänger und nur das Muttertier kümmert sich um ihren Nachwuchs. Die Kleinen werden in der Regel fünf Monate gesäugt, nehmen aber schon nach vier Wochen feste Nahrung zu sich.

Da Luchsin Freia einen Halsbandsender trägt, konnte sie und die Wurfhöhle mittels VHF-Handpeilung vom Untersuchungsteam auf einer Fläche des Forstbetriebes Steyrtal der Österreichischen Bundesforste AG aufgefunden werden. Das Team, bestehend aus Projektleiter DI Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen, Dr. Georg Rauer und Tierärztin Dr. Gabriele Stalder vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie sowie Ing. Michael Kronsteiner von den Österreichischen Bundesforsten, war vom Land OÖ und dem Jagdausübungsberechtigten, der Österreichischen Bundesforste AG, Forstbetrieb Steyrtal zum Aufsuchen und zur anschließenden Untersuchung der Jungen ermächtigt worden.

Bei der Untersuchung wurde den mittlerweile 1,4 kg schweren und vier Wochen alten Jungluchsen eine Blutprobe entnommen. Durch genetische Analysen lässt sich nun die Vaterschaft zu Luchs Juro oder eventuell Luchs Klaus nachweisen. Ebenso kann damit das Geschlecht der Jungluchse bestimmt werden, da dies bei Jungluchsen optisch sehr schwer erkennbar ist.

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung orientierte man sich an den Erfahrungen der Schweizer Luchsexperten (Urs Breitenmoser) die die Bestandesstützung in den Kalkalpen mit betreuen. Diese Untersuchungsmethode wurde in der Schweiz vielfach erfolgreich angewendet. Das Untersuchungsteam berichtete, dass sich Luchsin Freia während der kurzen Dauer der Störung immer im Umfeld aufhielt. Eine Stunde nach dem Aufsuchen der Wurfhöhle wurde sie bereits wieder bei den Jungluchsen geortet. „Erfahrungsgemäß wird sie nun die Jungen an einen anderen Ort verlegen. Da das Weibchen den Aufenthaltsort der Jungen ohnehin zwei bis dreimal verlegt bis sie ihr folgen können, sei dies nicht außergewöhnlich“, meint Projektleiter DI Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen.

Fotos: ÖBF/Kronsteiner, FIWI/Rauer

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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