Eröffnung des Bierflaschenmuseum von Karl Kolnberger

v.l.n.r.: Pettenbachs Bürgermeister Leo Bimminger, Karl Kolnberger, Karl Stöhr, Vizebürgermeisterin Sigrid Grubmair
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Karl Kolnberger aus Pettenbach sammelt seit etwa 20 Jahren Bierflaschen aus allen möglichen Ländern des Erdballs. Mittlerweile kommt der Lehrer aus Pettenbach auf etwa knapp 6000 Bierflaschen.

Es begann vor etwa 20 Jahren mit etwa 30-40 Flaschen die er von seinen beiden Söhnen, welche damals 13 & 15 Jahre alt waren, erhalten hat. Karl schaffte sich daraus nicht nur ein Hobby, sondern ist seither auch Bierexperte und befasst sich intensiv mit dem Biergenuss. Seine Sammlung umfasst mittlerweile 5760 Bierflaschen, welche am 14. Juni offiziell bei der Eröffnung im Bierhotel Ranklleiten mit Rahmenprogramm präsentiert wurden. Für musikalische Unterhaltung sorgten die Emausjünger. Bierflaschen in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben sind ausgestellt. Ob etwa Biere aus der Slowakei, Tschechien, Ex-Jugoslawien, dem heutigen Kroatien, Österreich, Deutschland oder aus exotischen Ländern wie Tasmanien, Neuseeland, Barbados und Grönland, sie alle haben etwas gemeinsam – den puren Genuss. Auch wenn das ein oder andere „Flascherl“ nicht nach seinem Geschmack ist, so hat doch jedes Bier etwas für sich.

„Jedes Bier hat seine eigene Idee dahinter. Da ich selber eine kleine Brauanlage besitze und 2 Jahre lang Bier gebraut habe, weiß ich auch, dass jedes Bier seine eigene Idee haben muss. Einmal ließ ich mir sogar teuren kanadischen Hopfen importieren. Die Vielfalt und Auswahl an Bieren faszinieren mich einfach. Die Variation an Hopfensorten und Röstgraden machen das Bier nicht nur zu einem einmaligen Geschmackerlebnis, sondern zeigt auch die Vielseitigkeit des Bieres,“

so Karl Kolnberger

In Socken eingehüllte leere Bierflaschen

Doch wie kommt man zu so vielen unterschiedlichen Biersorten & -Flaschen. Karl verreist sehr gerne mit seinem Wohnmobil. Da informiert man sich natürlich auch über die heimischen Brauereien der jeweiligen Region. Gelegentlich kommt Karl dabei mit bis zu 140 verschieden Bierflaschen nach Hause. An seine damalige Asienreise erinnerte sich Karl Kolnberger noch gut:

„Ich verreiste mit einem Koffer voller Kleidung und was man sonst noch so benötigt. Zurück kam ich mit einem Koffer, leerer Bierflaschen, zum Großteil ließ ich sogar die Kleidung dafür zurück. Ich nahm je einen Socken und stülpte sie über eine Bierflasche. Bei der Flughafenkontrolle fragte man sich dann mit verwirrten Blicken was das denn sollte, aber es war alles in Ordnung. Heutzutage bringen mir viele Bekannte Bierflaschen von ihren Reisen mit. So wuchs die Sammlung stetig."

Bei all der Verkostung entgeht ihm auch der Trend zum Dosenbier nicht. Es ist ein internationaler Trend, der weiter seinen Lauf nimmt. Doch es gibt nichts über das gute alte „Flascherl“. Jeden Tag werden zwei bis drei Flascherl verkostet, katalogisiert und kommen anschließend ins Museum. Man würde nun annehmen sein Lieblingsbier muss aus Österreich kommen. Doch diese Annahme wäre falsch. Sein Lieblingsbier kommt nämlich aus Spanien.

„Ich kenne bisher kein anderes Bier welches eine so gute Idee dahinter hatte, so voller Geschmack ist. Die Rede ist vom Naparbier, einem Craft beer. Doch nicht nur das Bier an sich ist entscheidend, sondern auch die perfekte Trinktemperatur. Man sagt in etwa dem Alkoholgehalt sollte man in etwa 1-3 °C drauf geben, dann hat es die optimale Trinktemperatur. Deswegen haben herkömmliche Biere mit einem Alkoholgehalt von etwa fünf Volumsprozent, welche man in Gasthäusern bekommt, eine Temperatur von etwa 7,5 bis 8°C.“

Auch die Bierflasche ist ein wichtiger Faktor. Bier wird meist in eingefärbten Flaschen gehandelt, um den Lichtgeschmack durch die von Ultraviolettstrahlung beförderte Zersetzung der Hopfenbitterstoffe zu vermeiden. Braunen Flaschen wird dabei eine messbar bessere Filterwirkung als grünen zugeschrieben, da das Braunglas insbesondere kurzwelliges Licht absorbiert. Kann das Bier lichtgeschützt gelagert werden, so ist die Glasfarbe allerdings unbedeutend. Auch Anstieg von Kunststoffflaschen ist seit den 2000er Jahren deutlich zu erkennen.

Von den bisherigen 5670 Flaschen kostete er selbst rund 90% davon. Sein großer Dank gilt Karl Stöhr, welcher ihm das Bierflaschenmuseum in näherer Umgebung, im Biergasthaus Ranklleiten ermöglichte. Sein kurzfristiges Ziel sind die 6000 Flaschen im Herbst voll zu machen. Als langfristiges Ziel strebt er die 10.000er Marke an. Wir wünschen ihm dabei viel Genuss! PROST !!!

Wo: Bierhotel Ranklleiten, Ranklleiten 8, 4643 Dürndorf auf Karte anzeigen
Autor:

Wolfgang Feichtinger aus Kirchdorf

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