Erste Hilfe: Keine lästige Pflicht!

Bezirkshauptmann Dieter Goppold ist neuer Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes. Er folgt auf Ferdinand Kaineder
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  • Foto: RK/Kirchdorf
  • hochgeladen von Franz Staudinger

BEZIRK (sta). Mit dem neuen Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, Bezirkshauptmann Dieter Goppold (57), sprach die BezirksRundschau über Aufgaben und Ziele in seiner Funktion.

BezirksRundschau: Was war der Anstoß zu dieser Funktion und gab es schon früher Kontakte zum Roten Kreuz?
GOPPOLD: Ich war gerade vier Tage Bezirkshauptmann, hat mich der damalige Bezirksstellenleiter Ferdinand Kaineder angerufen, ob ich nicht sein Stellvertreter werden möchte. Ich war früher in Hinterstoder Pistenretter und da haben wir immer wieder mit der Rettung zusammengearbeitet. Daher habe ich sofort zugesagt!

Wie sehen Sie die Aufgaben des Bezirksstellenleiters?
In Verbindung mit meinem Beruf ergibt sich ein sinnvolles Miteinander. Ich habe viel Kontakt mit den Gemeinden und dort ist auch das Rote Kreuz vertreten. Im Katastrophenschutz bin ich behördlicher Einsatzleiter und gleichzeitig ist die BH auch Sicherheitsbehörde 1. Instanz. Bei einem „Blaulichtstammtisch“ werden regelmäßig Aktivitäten besprochen und koordiniert.

Warum ist Erste Hilfe so wichtig?
Beim Führerschein wird der Erste-Hilfe-Kurs eher als lästige Pflicht gesehen, die man wieder vergisst. Das Erlernte ist aber auch am Arbeitsplatz wichtig. Wir haben im Amt Auffrischungskurse angeboten und dabei Wert darauf gelegt, was kann man auch privat oder im Haushalt brauchen. Das ist sehr gut angekommen. Erste Hilfe leisten zu können im Alltag, nicht nur bei einem Verkehrsunfall, ist viel wichtiger als viele Menschen glauben.

Wirkt sich die Klimaveränderung auf die Arbeit des Roten Kreuzes aus?
Wenn man die letzten Wochen anschaut, sieht man das deutlich. Vor allem die älteren Leute leiden unter der Hitze und es kommt zu Kreislaufkollapsen. Da ist es wichtig, dass in den Familien jemand Erste Hilfe leisten kann. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Wetterextreme zunehmen und daher die Aufgaben für das Rote Kreuz mehr werden. Ein Beispiel: Kürzlich wurden durch das Rote Kreuz Kirchdorf im Stau auf der Pyhrnautobahn Wasserflaschen an die Urlauber verteilt.

Wo sehen Sie die zukünftigen Aufgaben des Bezirksstellenleiters?
Die Finanzierung muss gesichert werden, denn Erste Hilfe kostet Geld. Naturgemäß ist davon nie genug vorhanden. Wir brauchen daher Sponsoren und Partner die uns wohlgesonnen sind. Besondere Bedeutung hat auch die Jugendarbeit. Viele junge Menschen entscheiden sich beim Zivildienst für das Rote Kreuz und bleiben uns als ehrenamtliche Mitarbeiter erhalten. Ohne Zivildienst gäbe es sicherlich Nachwuchsprobleme. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind der Kitt der Gesellschaft, sie sind für das Rote Kreuz besonders wichtig.

Zur Person:
Bezirkshauptmann Dr. Dieter Goppold (57) ist gebürtiger Kirchdorfer und wohnt in der Bezirksstadt. Er war lange Jahre Leiter der Umweltrechtsabteilung des Landes und ist seit 2008 Bezirkshauptmann. Von 2008 bis 2013 war er Bezirksstellenleiterstellvertreter beim Roten Kreuz, seit Mai 2013 ist er Bezirksstellenleiter.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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