Dämmerungszeit ist Einbruchszeit
Langfinger haben im Herbst wieder Hochsaison

Wenn es wieder früher dunkel wird, steigt die Zahl der Dämmerungseinbrüche.
  • Wenn es wieder früher dunkel wird, steigt die Zahl der Dämmerungseinbrüche.
  • Foto: Gina Sanders/Fotolia
  • hochgeladen von Martina Weymayer

Im Herbst, wenn es früher dunkel wird, steigt wieder die Gefahr von Dämmerungseinbrüchen. Die Polizei wird aus diesem Grund auch heuer ihre Kontrollen in nächster Zeit – gerade an den Autobahn-Abfahrten – intensivieren.

BEZIRK KIRCHDORF. Erfahrungsgemäß, so Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher, sind die Einbrecherbanden hochgradig organisiert. Vom Auskundschaften der Tatobjekte bis hin zur Verwertung der Diebsbeute ist nichts dem Zufall überlassen. Tagsüber werden vor allem Siedlungen ausspioniert, die sich in einer ruhigen, wenig befahrenen Gegend befinden oder wo vermeintlich gut situierte Bürger wohnen. Die Täter gehen davon aus, dass hier eine entsprechende Beute zu erwarten ist. Sie nützen die Zeit zwischen 17 und 21 Uhr, um gerade in jene Objekte einzubrechen, bei denen aufgrund der Beleuchtungsumstände mit Sicherheit anzunehmen ist, dass die Eigentümer nicht zu Hause sind.

Planmäßiger Ablauf

Der Einbruch läuft danach planmäßig ab: Während das Fahrzeug fluchtbereit wartet, wird auf der Rückseite des Hauses das Terrassenfenster oder die -tür aufgehebelt. Nachdem eine weitere Fluchtmöglichkeit durch Öffnen eines Fensters vorbereitet und die Tür von innen abgesichert wird, durchsuchen meist zwei bis drei Täter das gesamte Haus. Meistens, so Franz Seebacher, nehmen die Langfinger Bargeld, Schmuck, Schecks und Münzsammlungen mit. Danach verlassen sie mit dem Fluchtfahrzeug das Siedlungsgebiet. Es kommt auch vor, dass Pannensituationen vorgetäuscht werden, um das Diebsgut unmittelbar im Fahrzeug verstecken zu können.

Sofort bei Polizei melden!

"Ich appelliere an die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen in Bezug auf Wohnobjekte umgehend zu melden", sagt Seebacher, der hier noch Aufholbedarf ortet. "Viel zu oft wird teilweise erst nach Stunden oder überhaupt erst am nächsten Tag bei der Polizei angerufen. Dann sind die Täter natürlich über alle Berge. Über entsprechende Zeugenhinweise, zum Beispiel Handyfotos, freuen wir uns natürlich." Insbesondere zum Zweck des Ausspionierens stehen oft Fahrzeuge in den Siedlungsstraßen oder sogar direkt in den Hauseinfahrten, die dort nicht hinpassen. So sollten zum Beispiel diverse „Firmenfahrzeuge“ mit auswärtigen Kennzeichen Aufmerksamkeit erzeugen.
"Ein aufmerksamer Nachbar kann Gold wert sein. Nichts scheuen Täter so sehr als den Kontakt mit anderen Personen oder von späteren Zeugen `gesehen´ zu werden."

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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