Leader-Preis für das Projekt "Vierkanter - Neues Leben in alten Höfen"

Die Leader-Regionen Linz-Land und Traunviertler Alpenvorland freuen sich über die Auszeichnung ihres Vierkanter-Projekts! v.l.n.r.: LR Max Hiegelsberger, GF Christian Schilcher, LAbg. Franz Schillhuber, Bgm. Robert Zeitliner, GF Isolde Fürst, Bgm. Mario Mühlböck, Dir. Dr. Hubert Fachberger, BM DI Andrä Rupprechter
  • Die Leader-Regionen Linz-Land und Traunviertler Alpenvorland freuen sich über die Auszeichnung ihres Vierkanter-Projekts! v.l.n.r.: LR Max Hiegelsberger, GF Christian Schilcher, LAbg. Franz Schillhuber, Bgm. Robert Zeitliner, GF Isolde Fürst, Bgm. Mario Mühlböck, Dir. Dr. Hubert Fachberger, BM DI Andrä Rupprechter
  • Foto: Land OÖ
  • hochgeladen von Martina Weymayer

BEZIRK, OÖ. „Die oberösterreichischen LEADER-Regionen haben in der vergangenen Förderperiode 2007 bis 13 hervorragende Arbeit geleistet und gemeinsam mit hunderten Projektträgern im ländlichen Raum tolle Projekte umgesetzt. Mit dem LEADER-Preis 2015 wollen wir einige der besten Ideen noch einmal vor den Vorhang holen“, sagt Landesrat Hiegelsberger anlässlich der Verleihung des "LEADER-Preises" 2015.

Ziele des Preises

Die LEADER-Preis-Ausschreibung richtete sich an Akteure in ländlichen Gebieten, die innovative und beispielhafte Projekte und Initiativen durchgeführt haben. Durch die Verleihung soll die vielfältige und exzellente Arbeit in den Regionen gewürdigt werden. Die ausgezeichneten Vorhaben sollen aber auch Anreiz und Beispiel für positive Regionalentwicklung sein. Prämiert sollten laut Ausschreibung Projekte und Projektträger werden, die in besonderer Weise zu einer nachhaltigen Regionalentwicklung beitragen, die Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten haben, sowie Projekte, die sich besonders durch soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit auszeichnen. Teilnehmerberechtigt waren oberösterreichische Projektträger, die in der Förderungsperiode 2007-2013 ein mit LEADER-Mitteln unterstütztes Projekt durchgeführt haben.

Die Preise wurden in folgenden drei Kategorien vergeben:
• Projekte zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung
• Projekte zur Stärkung des Gemeinwohls
• Projekte zur Erhaltung des kulturellen Erbes und zur

Schonung Natürlicher Ressourcen

Die Vergabe der LEADER-Preise erfolgt gemäß der Ausschreibung durch die Fachjury unter Beteiligung von Vertretern der EU-Kommission, des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW), des Gemeindebundes, der Euregios und des Landes Oberösterreich.
In jeder Kategorie gibt es einen Hauptpreis der mit 4.000 Euro dotiert ist, zwei weitere Preise zu je 2.000 Euro sowie je einen Spezialpreis für Projekte, die in besonderer Weise über die Grenzen der jeweiligen LEADER-Region hinauswirken. Der Spezialpreis ist ebenfalls mit 4.000 Euro dotiert.

Großes Echo auf Ausschreibung

Die Ausschreibung des Preises bescherte den Organisatoren eine überraschend große Zahl an Einreichungen: 167 Projekte aus allen Kategorien und allen Regionen wurden eingereicht – davon 82 in der Sparte „Regionale Wertschöpfung“, 34 im Bereich „Stärkung des Gemeinwohls“ und 51 in der Kategorie „Kulturelles Erbe und Schonung natürlicher Ressourcen“.

LEADER neu – die Regionen entscheiden

Die neue Förderperiode 2014-2020 bringt in LEADER einige gravierende Neuerungen: Die zur Verfügung stehenden Fördermittel von rund 47,7 Millionen Euro werden den neuen LEADER-Regionen bereits zu Beginn der Periode zugeteilt. Sie entscheiden, welche Projekte damit unterstützt werden sollen.

Auch die Inhalte werden künftig von den Regionen selbst bestimmt. Dazu wurde in den vergangenen Monaten unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung eine Strategie erstellt. Auf dieser Grundlage beurteilen Projektauswahlgremien Lokalen Aktionsgruppen die Projektanträge, bevor sie zur Abwicklung der Förderung an das Land Oberösterreich weitergeleitet werden. Eine neue zentrale Förderstelle wickelt dort alle LEADER-Anträge konzentriert ab und sorgt für die Auszahlung der Fördermittel.

Preisträger im Bezirk Kirchdorf

KATEGORIE „Erhaltung des kulturellen Erbes und Schonung der natürlichen Ressourcen“

Spezialpreisträger: "Vierkanter – Neues Leben in alten Höfen"
Das Projekt Vierkanter istt ein Kooperationsprojekt der LEADER-Regionen Linz-Land, vom Traunviertler Alpenvorland und der Moststraße/NÖ.
Die Erhaltung der Vierkanter und die Bewusstseinsbildung standen dabei im Vordergrund. Anhand von Erhebungen und Dokumentationen wurde das gesammelte Wissen in Fachtagungen präsentiert. Durch Schulprojekte gemeinsam mit HLFS St. Florian sowie den Wettbewerb „JUWEL Vierkanter“ wurde die regionale Identität gefördert. Das begleitend erschienene Buch „Neues Leben in alten Höfen“ bietet eine bunte Vielfalt an Ansichten, Einsichten und Aussichten rund um die Welt der Vierkanthöfe.

Durch die vielfältige Auseinandersetzung mit dem Thema „Vierkanter“ in den Regionen sowie der intensiven Öffentlichkeitsarbeit konnte ein zentrales Anliegen des Projekts, nämlich die Bewusstseinsbildung für das Kulturgut Vierkanter, sehr gut umgesetzt werden. Viele Diskussionen wurden in Gang gesetzt – allen voran die Thematik, wie es gelingen kann in Anbetracht des Strukturwandels in der Landwirtschaft diese großen, alten Gebäude zu erhalten. Die vielen innovativen Beispiele im erstellten Druckwerk zeigen auf, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, die sanften Riesen einer neuen, adäquaten und vor allem wirtschaftlichen Verwendung zuzuführen. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass die Besitzerfamilien durchwegs stolz auf ihre Höfe sind, das Erbe ihrer Vorfahren zu schätzen wissen und es auch für die nächsten Generationen erhalten wollen. Im Laufe des Projekts gingen zahlreiche Anfragen zu Beispielen für alternative Nutzungsmöglichkeiten ein, viele Kontakte zu anderen HofbesitzerInnen wurden vermittelt, Erfahrungsaustausch forciert. Auch wurde in den Regionen erkannt, welch einzigartige Häuserlandschaft sie besitzen und dass es gilt, dieses Potential auch in anderen Bereich zu nutzen – wie etwa im Tourismus. In der Leader-Region Linz-Land wurde das Thema Vierkanter so z.B. schon im neuen Wanderwegeführer aufgegriffen, der unter dem Titel „Wandern im Vierkanterland“ erschienen ist und auch sich auch im gesamten Layout auf die Vierkanthöfe bezieht. Das Thema Vierkanter wird die drei Regionen auf jeden Fall auch in Zukunft intensiv beschäftigen, um den Fortbestand dieses einzigartigen Kulturguts und regionalen Markenzeichens langfristig zu sicher und dessen Potentiale für die Entwicklung der Regionen zu nutzen!
Auch haben sich durch diese Projekt die Grenzen sowohl zwischen den beiden beteiligten OÖ Leader-Regionen als auch jene zum NÖ Projektpartner geöffnet und es entstanden viele Kontakte und Ideen für künftige gemeinsame Projekte auch in anderen Themenbereichen!

Wie geht’s weiter mit dem Thema Vierkanter ab 2015

Auch wenn das erste Vierkanter-Projekt nun abgeschlossen ist - am Thema festhalten wollen die Leader-Regionen auf alle Fälle und planen auch schon die nächsten Schritte in der Vierkanter-Kooperation. „Hier ist noch enormes Potential vorhanden – die Vierkanthöfe sind unser regionales Markenzeichen. Dieses Alleinstellungsmerkmal gilt es nachhaltig zu vermarkten und zu nutzen – wir werden diesen eingeschlagenen Weg sicher gemeinsam fortsetzten“, sind die Obleute der Leader-Regionen überzeugt.

Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. So will man gemeinsam das Thema „Most und Vierkanter“ weiterverfolgen, in OÖ ist u.a. auch die Entwicklung einer Regionalmarke z.B. für die Vermarktung regionaler Produkte oder auch für die touristische Nutzung in Diskussion. Erste Gespräche gab es auch mit einer deutschen Leader-Region aus dem Schwarzwald, die in Bezug auf ihre traditionelle Bauernhofform vor denselben Herausforderungen steht wie die Vierkanter-Regionen in Österreich. Im Mittelpunkt aller kommenden Initiativen wird jedenfalls immer das Ziel stehen, die Vierkanthöfe als unser regionales Markenzeichen, als regionales Kulturgut sowie als landwirtschaftliche Betriebe zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, damit auch die nächsten Generationen diese Zeitzeugen der Geschichte unserer Heimat noch bestaunen, bewohnen und bewirtschaften können.

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