"Leader" setzt auf aktive Bürgerbeteiligung

Bis Juli 2019 begleitet „Nature of Innovation“ 20 Projekte. International wird es mit großem Interesse beobachtet.
  • Bis Juli 2019 begleitet „Nature of Innovation“ 20 Projekte. International wird es mit großem Interesse beobachtet.
  • Foto: Nature of Innovation
  • hochgeladen von Martina Weymayer

BEZIRK. Internationale Aufmerksamkeit in der Region Steyr-Kirchdorf erregt derzeit das Projekt "Nature of Innovation" (NOI). NOI ist ein Innovationsprozess, der mit der Methode "Design Thinking" arbeitet. Sie kommt aus der Produktentwicklung und legt ein Hauptaugenmerk auf die Sicht von Kunden und Nutzern. Erstmals überhaupt wird diese Methode in der Regionsentwicklung angewendet. Bis Juli 2019 werden 20 Projekte begleitet (Details dazu unter nature-of-innovation.com).

Etwas, das in Europa mittlerweile auch schon selten geworden ist, ist ein dunkler Nachthimmel ohne störende Lichtquellen. Im Süden Oberösterreichs gibt es ihn noch. Die Hohe Dirn in Losenstein ist einer der dunkelsten Standorte in Mitteleuropa. Aus diesem Grund hat der Verein Sternfreunde Steyr hier eine moderne Sternwarte errichtet und wird den "Star Park Hohe Dirn" in nächster Zeit noch vergrößern (Infos auf der Seite starparkhohedirn.at).

Kostenlose und zeitgemäße Sport-Infrastruktur zu schaffen, ist das Ziel von „Kremstal Trails“, einer Initiative des Radvereins "Bikesport RC Kremstal“. "Wir haben ein zweiteiliges Leader-Projekt eingereicht und warten nur noch auf die finalen Bescheide", sagt Obmann Christoph Berger-Schauer. Teil eins ist ein asphaltierter Pumptrack vor der Stadthalle Kirchdorf. "Pumptracks sind ein relativ neues Phänomen. Es gibt aktuell vier asphaltierte Exemplare in Österreich. Mit diesem ersten Teil, der auch dem Schulsport zur Verfügung stehen wird, wollen wir Jugendliche für Sport und Bewegung begeistern." Teil zwei ist der "erste legale Mountainbike-Trail" im Kremstal. Er wird zwischen Kirchdorf und Schlierbach – laut Berger-Schauer "im Einvernehmen mit allen Beteiligten" – entstehen. "Wir sehen das als ersten Schritt, ein Wegenetz für die vielen Mountainbiker im Kremstal zu schaffen." kremstal-trails.at

Solche und viele weitere Projekte werden unter anderem durch die tatkräftige Unterstützung von "Leader" ermöglicht. 20 Leader-Regionen gibt es aktuell in Oberösterreich, zwei davon im Gebiet Steyr-Kirchdorf. Die Leader-Region Traunviertler Alpenvorland umfasst 21 Gemeinden im Norden der Bezirke Kirchdorf und Steyr-Land. Zur Region Nationalpark oö. Kalkalpen gehören 22 Gemeinden im Ennstal, Steyrtal und in Pyhrn-Priel. Sie ist aktuell die größte Leader-Region in Oberösterreich. In der vergangenen Förderperiode, die 2013 endete, wurden in beiden Regionen gemeinsam in Summe rund 270 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro umgesetzt. Seit 2014 läuft die neue Periode. Bis 2020 stehen für beide Regionen rund fünf Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. „Nach drei Jahren werden bereits zirka 80 Projekte umgesetzt. Wir sind relativ schnell unterwegs“, räumen die Geschäftsführer Christian Schilcher und Felix Fößleitner ein. „Es sind extrem viele gute Projekte da. Wir bräuchten deutlich mehr Geld, um alles realisieren zu können.“

Aktive Bürgerbeteiligung

Leader ist ein Programm zur innovativen Entwicklung des ländlichen Raums und ist
ein Teil des ELER, des größten Strukturfonds der EU. Neben den Agrarförderungen beinhaltet dieser auch die „ländliche Entwicklung“. Ein wesentliches Merkmal ist die aktive Bürgerbeteiligung. „Dieses Bottom-up-Prinzip („Entwicklung von unten nach oben“) ist besonders wichtig“, unterstreicht Schilcher. Es gehe um ein partnerschaftliches Miteinander öffentlicher und privater Akteure. Leader-Regionen verfolgen eine gemeinsam erarbeitete Strategie. Das Management begleitet Menschen und Initiativen beim Entwickeln und Umsetzen von Projektideen, die zu dieser Strategie passen.

Auf die Frage, welche Themen man in Zukunft angehen müsse, sagt Felix Fößleitner: „Ein Kritikpunkt an der abgelaufenen Periode war, dass zu viele einzelbetriebliche Projekte gefördert wurden. Meiner Meinung nach muss man den Fokus künftig noch mehr
auf strategische Projekte und Kooperationen legen, die die gesamte Region betreffen.“
Leader verstehe sich schließlich nicht als reines Förderinstrument, sondern als wichtiger
Baustein in der Regionalentwicklung.

leader-alpenvorland.at
leader-kalkalpen.at

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