Stift Kremsmünster
Oddo Bergmair verstorben

Oddo Bergmair war Abt im Stift Kremsmünster
  • Oddo Bergmair war Abt im Stift Kremsmünster
  • Foto: Stift Kremsmünster
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Oddo Bergmair OSB, emeritierter Abt des Stiftes Kremsmünster, ist am 30. Jänner 2020 im 89. Lebensjahr im Klinikum Wels-Grieskirchen in Wels verstorben.

KRESMÜNSTER (sta). Rudolf Bergmair wurde am 22. März 1931 in Kremsmünster geboren. Er maturierte 1951 am Stiftsgymnasium Kremsmünster, trat dann in den Orden der Benediktiner ein und erhielt den Ordensnamen Oddo. Nach dem Theologiestudium in Rom wurde er am 15. Juli 1956 in Salzburg zum Priester geweiht. P. Oddo begann auf Wunsch seines Abtes das Studium der Bodenkultur in Wien und schloss dieses 1960 als Diplomingenieur ab.
Von 1968 bis 1987 übte er das Amt des Forstmeisters des Stiftes aus und war aufgrund seiner Kompetenz in forstlichen Belangen lange in der Aufsichtsbehörde der Forstverwaltung Weyer, dem Baufonds der Diözesen Österreichs, tätig.

Diener sein, das wollte er von ganzem Herzen

Am 6. August 1982 wählten ihn die Mitglieder des Konvents zum 84. Abt des Stiftes Kremsmünster, die Abtweihe durch Bischof Weberberger fand am 4. September 1982 statt. Sein Wahlspruch „Servus“ war nicht nur ein theoretisches Motto seines Lebens, sondern die Kurzbeschreibung seines Lebens: Diener sein, das wollte er von ganzem Herzen. Im Jahr 2007 emeritierte er als Abt.
In der Zeit, in der das Stift Kremsmünster die Wallfahrtsseelsorge in Mariazell übernommen hatte (1966-1992), halfen Abt Oddo und einige seiner Mitbrüder an den Wochenenden und in den Ferien dort aus. In seine Amtszeit fiel auch die Fortsetzung des Missionseinsatzes in Barreiras in Brasilien mit dem Anliegen, Bischof Richard Weberberger beim Aufbau der Diözese und wichtiger Strukturen zu unterstützen. Abt Oddo war nicht nur über die Pfründenverwaltung, sondern auch seelsorglich sehr mit den Pfarren des Stiftes Kremsmünster verbunden.

2016 musste er wegen fortschreitender Alzheimerkrankheit in die Infirmarie (Krankenstation des Klosters) übersiedeln, wo er umsichtig betreut wurde. Vor einigen Tagen wurde er wegen eines Lungeninfarkts und einer Gehirnblutung in das Krankenhaus gebracht, wo er am 30. Jänner verstarb.

Begräbnis am 11. Februar

Für den Verstorbenen wird am Montag, 10. Februar 2020 um 19.15 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster gebetet.
Der Begräbnisgottesdienst wird am Dienstag, 11. Februar 2020 um 14 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Klosterfriedhof.

Autor:

Franz Staudinger aus Kirchdorf

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