"Selbstverständnis, Herz und Hirn" ...

"Eine gute Abstimmung und Zusammenarbeit im Team ist absolut notwendig", sagt Heimhelferin Ingeborg Lanz aus Micheldorf.
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BEZIRK (wey). Österreich verfügt über ein sehr gutes Gesundheits- und Pflegewesen. Trotzdem ist die Pflege nach wie vor ein Tabuthema. Für viele Menschen ist ein Leben ohne professionelle Hilfe kaum vorstellbar. Österreichweit betreuen mehr als 100.000 professionelle Pfleger rund 454.000 Pflegebedürftige. Die BezirksRundschau bat Susanne Mayr, diplomierte Hauskrankenschwester aus Kirchdorf, und Ingeborg Lanz, Heimhilfe aus Micheldorf, zum Gespräch.

BezirksRundschau: Was sind die Herausforderungen im Pflege-Beruf?
Susanne Mayr: Die Vielfältigkeit in der Hauskrankenpflege. Es ändert sich immer wieder etwas in der Pflege, etwa die Familienstruktur. Vor allem ist die Individualität der einzelnen Patienten eine Herausforderung. Wichtig ist, dass die Vernetzung mit den Hausärzten und mit dem Krankenhaus passt.
Ingeborg Lanz: Oft ist das Umfeld, damit wir gut arbeiten können, nicht vorhanden. Manchmal gibt es kein Warmwasser oder gar kein Bad. Dann müssen wir sehr flexibel und individuell arbeiten. Eine ganz große Herausforderung ist bei einem Teil unserer Klienten die Erkrankung Demenz mit all ihren Formen und Facetten.

Was sind die positiven Seiten am Beruf?
Mayr: Ganz positiv ist die Arbeit an und mit den Menschen. Jedem Menschen kann man maßgeschneidert bieten, was er an Pflege und Betreuung braucht. Da kann man sehr individuell darauf eingehen. Durch die Pflege gelingt in vielen Fällen eine Besserung des Zustandes oder sogar eine Heilung. Es wird aber auch erreicht, dass es insgesamt für den Patienten runder läuft.
Lanz: Für mich sind es die Vielfältigkeit und Abwechslung. Es wird nie eintönig.

Gibt es Anerkennung und Dankbarkeit für Ihre Tätigkeit?
Mayr: Auf jeden Fall.
Lanz: Es ist zwar ganz verschieden, aber zum Großteil sind die Menschen dankbar.

Welche sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Punkte für eine gute Pflege?
Mayr: Herz, Hirn und Selbstverständnis. Die Pflegefachkraft darf sich nicht in den Mittelpunkt stellen, sondern sie ist eine Stütze für den Patienten, der immer die Hauptperson ist. Wir zeigen Mitgefühl und kein Mitleid. Ganz wichtig sind die Abgrenzung und die fachliche Kompetenz.
Lanz: Wesentlich ist, dass es den Klienten gut geht. Wertschätzung dem Klienten gegenüber und genügend Zeit sind das Um und Auf. Eine gute Abstimmung und Zusammenarbeit im Team ist absolut notwendig, da wir bei unseren Klienten großteils alleine vor Ort sind. Das jeweilige Umfeld sollte man so annehmen, wie es ist.

Weitere Berichte zur Situation der Pflege finden Sie auf unserer Themenseite www.meinbezirk.at/themen/pflegeschwerpunkt.

Fotos: OÖRK KI

"Eine gute Abstimmung und Zusammenarbeit im Team ist absolut notwendig", sagt Heimhelferin Ingeborg Lanz aus Micheldorf.
Susanne Mayr ist diplomierte Hauskrankenschwester aus Kirchdorf/Krems.

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