Union Pettenbach scheitert erneut am Aufstieg

Eine kompakte Abwehr des FC Andorf (in Rot spielend) war an diesem Nachmittag der Schlüssel zum Erfolg
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  • Eine kompakte Abwehr des FC Andorf (in Rot spielend) war an diesem Nachmittag der Schlüssel zum Erfolg
  • hochgeladen von Wolfgang Feichtinger

ANDORF

Über 800 Besucher pilgerten zum Showdown der BTV Landesliga West ins Andorfer Pramtalstadion. Die Gäste der Union Pettenbach, welche mit viel Selbstvertrauen in diese Partie gingen, wollten an diesem Nachmittag den Innviertlern die Tabellenführung entreißen. Doch der zweitplatzierte aus dem Almtal scheiterte erneut am Wiederaufstieg in die OÖ-Liga. Der FC Andorf hingegen steht nach genau 30 Jahren erstmals wieder in der höchsten Spielklasse Oberösterreichs.

Als einziges Team im Frühjahr noch ungeschlagen kam mit der Union Pettenbach ein harter Gegner auf den Tabellenführer zu. Die Straif-Elf ließ sich aber an diesem Tag die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, fixierte vor heimischen Publikum den Meistertitel, und darf nach der Saison 1987/88 erstmals wieder 1. Landesliga Luft schnuppern. Bereits in der siebenten Spielminute durften die Hausherren bereits jubeln. Peter Nagy setzte den Ball aus spitzem Winkel ins lange untere Eck. Eine zu Beginn überraschend fehleranfällige Abwehr der Gäste ermöglichten den FC Andorf viele Räume im Offensivspiel. Nach lediglich 20 Minuten setzten sich erneut die Hausherren in Szene. Sebastian Witzeneder verwerte einen Querpass zum 2:0. Die Waldhör-Elf aus Pettenbach legte danach einen Gang zu und kam vor der Pause noch zu zwei guten Möglichkeiten. Konstantin Kitzmüller und Vladimir Gligoric vergaben wohl die besten Chancen für die Gäste. Es blieb zur Pause beim 2:0.

Volles Risiko in Hälfte zwei

Gästetrainer Walter Waldhör stellte im Laufe der zweiten Hälfte auf eine Dreierkette in der Defensive um. Alle Offensivbemühungen der Gäste blieben allerdings unbelohnt, trotz besseren Start in Hälfte zwei. Die Chancen für die Gäste waren im zweiten Abschnitt zwar durchaus vorhanden, scheiterten allerdings einmal mehr an sich selbst. Nach etlichen Angriffsbemühungen der Gäste blieb der Straif-Elf genug Raum für Kontermöglichkeiten. Kapitän Mario Illibauer hatte die endgültige Entscheidung bereits am Fuß, doch es blieb schlussendlich beim 2:0. Danach war im Pramtalstadion Feierstimmung angesagt. Bei den Almtalern hingegen machte sich nach einem enorm starken Frühjahr Ernüchterung breit. Seit Jahren kämpft die Union Pettenbach immer ganz vorne in der BTV Landesliga West mit, scheiterten des Öfteren äußerst knapp am Wiederaufstieg in die OÖ-Liga.

Ernüchterung nach erneutem Scheitern im Almtal groß

Seit der Saison 2004/05 spielt die Union Pettenbach nun in der 2. Landesliga. Seither wurde man 3 mal Vizemeister (Saison 2016/17 bereits miteinbezogen), 3 mal Drittplatzierter und hatte einmal das Nachsehen lediglich aufgrund der Tordifferenz. Der Wiederaufstieg in die OÖ-Liga scheint also wie verhext zu sein. Ob aufgrund des erneuten Scheiterns bei den Pettenbachern ein radikaler Umbruch in der Mannschaft gemacht wird bleibt abzuwarten. Der Nachwuchs hingegen scheint bereit zu stehen. Die 1b Mannschaft von Trainer Gerhard Tiefenthaler krönte sich in der Reserve Tabelle zum Meister und schaffte das, was auch in der Kampfmannschaft als Ziel angestrebt wurde.

Das letzte Meisterschaftsspiel der Union Pettenbach findet auf heimischen Boden statt. Kommenden Samstag empfängt die Waldhör-Elf den SC Marchtrenk. Anstoß ist um 17:00 Uhr in der Almtal-Arena.

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