„Wauki“ neuer Sportlicher Leiter in Pettenbach

Franz Kremsmayr (links im Bild) übergibt absofort das Amt des Sportlichen Leiters offiziell an Walter Waldhör (rechts im Bild).
  • Franz Kremsmayr (links im Bild) übergibt absofort das Amt des Sportlichen Leiters offiziell an Walter Waldhör (rechts im Bild).
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Nach rund einem Jahr Auszeit ist Walter „Wauki“ Waldhör wieder zurück im Fußballgeschäft.

Noch während der Herbstsaison 2017 trat Walter Waldhör, damals als Trainer der Union Pettenbach, zurück. Seither ist etwas mehr als ein Jahr vergangen und nun kehrt er wieder ins Fußballgeschäft als neuer Sportlicher Leiter zu seinem Stammverein zurück. Seine Profikarriere begann 1987 beim SK Vorwärts Steyr. Zwischenzeitlich wechselte er leihweise zum Wolfsberger AC und für eine Saison zum SV Grün-Weiß Micheldorf. Ab Juli 1990 blieb Waldhör vier Jahre bei Steyr unter Trainer Otto Baric, der große Stücke auf ihn hielt. Unter Ernst Happel schaffte er sogar den Sprung ins Nationalteam und traf prompt bei seinem Debüt im Teamdress gegen Polen. Dies sollte allerdings sein einziger Treffer im Nationalteam bleiben. Seine Profikarriere beendete er 1998 bei der SV Ried und wechselte anschließend wieder zu seinem Stammverein nach Pettenbach zurück. Dort fungierte er als Spielertrainer bis 2008. Im Jahr 2014 saß er nochmals in Pettenbach als Trainer auf der Bank, wo er voriges Jahr dann nach einem verpatzten Auftakt den Schlussstrich zog.

Nach einem Jahr Pause vom Fußballgeschäft löst er nun Franz Kremsmayr ab, welcher die Funktion des sportlichen Leiter schon seit 10 Jahren bekleidet. Unterstützend wird Kremsmayr dem Verein aber erhalten bleiben.

„Ich freue mich einen sehr würdigen Nachfolger gefunden zu haben. Mit Wauki habe ich mich in meiner ganzen Zeit hier sehr gut verstanden. Einer mit seiner Erfahrung wird dem Verein sicher zu Gute kommen. Für mich ist es nun Zeit meine Pension dementsprechend zu genießen,“

so Kremsmayr.

Kontinuität anstatt 5-Jahres Plan

Einen Fünf-Jahres Plan wie bei vielen Vereinen wird es von Walter Waldhör jedoch nicht geben.

„Ich habe noch keinen Fünf-Jahres Plan gesehen der je aufgegangen wäre.“

Wichtig sei, so Waldhör, in erster Linie das Niveau zu halten und den Eigenbau weiter zu fördern. Seiner Meinung nach sind durchaus talentierte „Burschen“ in den eigenen Reihen. Man wird allerdings sehen ob die Einstellung für den ein oder andern am Ende reichen wird, sich in die Kampfmannschaft zu kämpfen.

„Die Einstellung hat sich zu früher einfach ein wenig verändert. Außer Fußball hat es früher nicht viel gegeben. Heute gibt es da ein umfassenderes Angebot an Vereinen und Möglichkeiten. Das Niveau in der Landesliga ist zudem sehr hoch. Dennoch können es wieder einige schaffen, dies ist auch ein wichtiges Ziel,“

so Waldhör.

In der Vergangenheit sind aus Pettenbach durchaus ein paar talentierte Spieler für den höherklassigen Fußball hervorgegangen. Allen voran Walter Waldhör selbst. Auch Christian Ramsebner, welcher aktuell beim LASK Linz in der Bundesliga spielt ging aus Pettenbach hervor. Auch Fabian Altmanninger, der nach wie vor in der Regionalliga West bei Anif kickt, sowie Andi Pühringer und Pascal Waldl welche zwar wieder zurückkehrten, aber auch bereits Regionalliga-Luft schnupperten sind Pettenbacher.

Die Mannschaft soll in Pettenbach unverändert in die Frühjahrssaison starten. Eine Verstärkung wird jedoch nach wie vor nicht ausgeschlossen. Der Kader so Waldhör, sei allerdings in der Breite sehr gut aufgestellt. Man wolle alle Spieler halten und hat dies mit den jüngsten Vertragsverhandlungen bei drei Spielern bereits geklärt.

„Uns ist der Charakter auch sehr wichtig. Das war schon immer so und soll auch weiter so bleiben. Man kann nie alles in einem Gespräch herausfinden. Dennoch muss ein Spieler sich auch mit der Vereinsphilosophie identifizieren können. Der Charakter ist daher ein wichtiger Faktor bei den Verhandlungen,“

so Kremsmayr.

Walter Waldhör im Kurzportrait:
Lieblingsverein: Union Pettenbach
Lieblingsspieler: Lionel Messi (weil er ein brillanter Techniker ist und alles kann)
Lieblingstrainer: Habe ich so nicht, aber Otto Baric und Ernst Happel sind beziehungsweise waren schon außergewöhnliche Persönlichkeiten
Nationalteamdebüt: 19.05.1992 unter Ernst Happel
Nationalteameinsätze: 2 (1 Tor beim Debüt gegen Polen/Freundschaftsspiel in Salzburg)

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