Auf dem Weg zum Facharbeiter

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BEZIRK (str). "Ohne dass man in die Landwirtschaftsschule gegangen ist, kann man meiner Meinung nach eine Landwirtschaft nicht mehr wirklich erfolgreich führen", meint Gottfried Straßmayr, Geschäftsführer des Maschinenring Kremstal-Windischgarsten. Er weiß aus seiner Erfahrung auch, dass der Großteil der heutigen Landwirte die einzige Landwirtschaftsschule im Bezirk, jene in Schlierbach, absolviert haben. Beliebt sind ansonsten auch noch jene in Lambach, die HBLFA für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein und die HLBLA St. Florian.

Gut für den Arbeitsmarkt
Landwirtsschaftschulen haben nicht nur den Vorteil, dass sie optimal auf das Führen des eigenen Betriebes vorbereiten, sondern auch, dass ihre Absolventen außerhalb der Landwirtschaft sehr gefragt sind. "Die Landwirtschaftsschule bildet in vielen Bereichen aus, weil die Landwirte auf ihren eigenen Betrieben ja auch alles selber machen müssen. Daher ist man mit einer landwirtschaftlichen Fachausbildung in vielen Sparten sehr gefragt", erzählt Gottfried Strassmayr. Davon profitieren auch die Absolventen der Landwirtschaftsschule Schlierbach: "Durch die breit gefächerte praktische Ausbildung sind die Absolventen am Arbeitsmarkt sehr begehrt", erzählt Franz Braunsberger, Lehrer in der Landwirtschaftsschule Schlierbach. Doch nicht nur die breite Ausbildung in vielen Gebieten, sondern auch deren hohe Qualität sichert die Zukunft der Absolventen. Aus der beruflichen Praxis weiß das auch Markus Lindinger, stellvertretender Geschäftsführer des Maschinenring Kremstal-Windischgarsten: "Wir vermitteln Fach- und Hilfsarbeiter. Facharbeiter bekommen sofort einen Platz. Bei Hilfsarbeitern kann es schon etwas dauern."

Spezialisieren ist angesagt
Gottfried Straßmayer gibt allerdings auch zu bedenken, dass viele Landwirte heute doppelt ausgebildet sind und zusätzlich zur landwirtschaftlichen Fachschule etwa noch eine Lehre absolviert haben. Dem stimmt auch Franz Braunsberger zu. "Viele Absolventen wählen einen Zweitberuf. In zirka hundert Lehrberufen besteht die Möglichkeit zur Anrechnung des ersten Lehrjahres. Bereits in der dritten Klasse besuchen die Schüler die erste Berufsschulklasse in ihrem Wahlberuf", weiß er. Am beliebtesten sind bei den ehemaligen Schülern Landmaschinen- und Kfz-Techniker, verschiedene Berufe der Metall- und Kunststofftechnik, Zimmerer, Fleischer, Tischler, Elektrotechniker, Maurer, Installateur und viele mehr. Diese und andere Zusatzausbildungen sind in der heutigen Zeit auch dringend notwendig. "Heute können die fünfzehn/zwanzig Hektar großen Betriebe kaum überleben, wenn sie nicht expandieren oder sich spezialisieren. Gerade dafür sind dann Spezialausbildungen und Zusammenarbeit unumgänglich", weiß Gottfried Strassmayr.

Vielfältiges Angebot
"Die LFS-Schlierbach bildet die Jugend der Region zu landwirtschaftlichen Facharbeitern aus. Mit der Schwerpunktbildung ab der 2. Klasse gibt es inzwischen auch die Möglichkeit, den forstwirtschaftlichen Facharbeiter in Schlierbach zu machen. In Abendform bietet die Schule auch die Ausbildung zum Biomassefacharbeiter an – ein absolutes Zukunftsthema", erzählt Franz Braunsberger weiter.
Insgesamt gibt es in Österreivh drei Möglichkeiten zum Facharbeiter: Das Absolvieren einer dreijährigen Lehre und Berufsschule, im zweiten Bidlungsweg durch ausreichende Praxisjahre und dem Besuch eines Kurses oder der Abendschule oder aber das Abschließen einer Land- und forstwirtschaftlichen Fachschule. Zuerkannt wird der Facharbeiter nach dem Besuch der mindestens dreijährigen land- und forstwirtschaftlichen Fachschule, einer Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalt oder nach einem abgeschlossenen einschlägigen Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien ohne weiterer Prüfung.

Autor:

Sarah Strasser aus Kirchdorf

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