08.04.2017, 21:18 Uhr

Mit frischem Schwung und frischen Kräutern gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Mit Bärlauch aus dem Bärenschlaf (Foto: Postlmayr Karoline) (Foto: Postlmayr Karoline)
WARTBERG/NUSSBACH (mach): Der heurige Winter verzauberte uns mit verschneiten Landschaften. Nun erwacht der Frühling, die Natur schält sich aus dem Wintergewand : Die Vögel zwitschern und auf der Gartenbank wärmen die Sonnenstrahlen Körper und Gemüt – dennoch möchten sich viele Menschen am liebsten wie die Bären verkriechen und einen Dornröschenschlaf halten. Die Frühjahrsmüdigkeit hat sie voll im Griff! Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun! Aber was? Die Rundschau fragte nach:

In der „Kräuterapotheke“

„Kein Grund zur Sorge. Das ist um diese Zeit gar nicht ungewöhnlich. Denn mit kräftig werdender Sonne stellt der Körper seine Hormone um“, erklärt die Wartberger Apothekerin Frau Mag. Waltraud Hackl, „auch das ‚Aprilwetter‘, einmal Sonne und fast 20 Grad, tags darauf Regen und Frost am Auto, kostet dem Organismus Kraft.“ Wetterfühligkeit, Kreislaufprobleme und Müdigkeit sind die Folgen. In dieser Situation aber der Anziehungskraft der Couch zu erliegen, wäre die falsche Strategie. Es geht darum, den inneren Schweinehund zu besiegen – „beim Spazierengehen, Joggen oder Fahrradfahren Sauerstoff tanken“, empfiehlt Frau Hackl zum Aufladen der leeren Akkus. Die Bewegung an der frischen Luft kurbelt die Produktion des Glückshormons Serotonin an und das Sonnenlicht ist wichtig für das Vitamin D in der Haut. Der Mangel dieses Sonnenvitamins im Winter macht uns müde, depressiv und infektanfällig. „Lebensmittel, die viel Zucker und Weißmehl enthalten, vermeiden. Durch viel frisches Obst und Gemüse lässt sich die Müdigkeit von innen heraus bekämpfen“, ergänzt die Apothekerin.

In der „Apotheke Gottes“

„Nach einem kalten und schneereichen Winter müssen die ersten Pflanzen besonders viel Energie aufwenden, um durch die Erde zu stoßen. Frühlingskräuter sind deshalb besonders nährstoffreich und helfen uns vor allem beim Entschlacken und Entgiften“, weiß Kräuterexpertin Karoline Postlmayr aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung. Das Beste: Wildkräuter wachsen direkt vor unseren Türen – am Wegesrand bei Waldspaziergängen oder auf Wiesen. Und sie sind – ganz im Gegensatz zu um die Welt geflogenen Speisen – frisch und gratis. „Wenn der Bär aus dem Winterschlaf erwacht, holt er sich zuerst den Bärlauch“ – auch wir Menschen können damit der Frühlingsmüdigkeit zu Leibe rücken. Die Vogelmiere, die 20mal mehr Vitamin C als ein folienverpackter Häuplsalat enthält, kann uns ebenso wieder den nötigen Schwung verleihen. „Im Kartoffelsalat erfreut diese leckere Vitaminbombe auch die Geschmacksnerven“, gibt uns Frau Postlmayr als kulinarischen Tipp. Vielleicht nicht die Kraft eines Löwen, aber Vitalität verleiht das erste Bitterkraut im Frühling – der Löwenzahn. Die „Pusteblume“ hat es ganz schön in sich – ihre Bitterstoffe regen die Verdauung an und sind gut für Leber und Galle – und „pusten“ so die Frühjahrsmüdigkeit hinweg! Als wahren Mundermacher bezeichnet die Kräuterexpertin auch den Schwedenbitter nach letztem Originalrezept: „Bitter macht lustig. Ist der Stoffwechsel in Schwung, geht’s allen Organen und der Psyche gut“, so die Nussbacherin.

Bei einer kostenlosen Kräuterwanderung am 1. April um 15 Uhr am Weissen am Sattel in Nussbach verrät Karoline Postlmayr weitere Geheimnisse aus „Gottes Apotheke“.
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