02.06.2017, 13:18 Uhr

Bäuerin – ein attraktiver Beruf?

Manuela Schoisswohl aus Hinterstoder (re.) mit Landesbäuerin Annemarie Brunner und Jacqueline Bernroitner aus dem 5e-Jahrgang der HBLA Elmberg. (Foto: Burda)
HINTERSTODER (sta). Wie werden diverse Arbeiten rund um Haus und Hof zwischen den Geschlechtern aufgeteilt? Welche Werte vertreten moderne Bäuerinnen und was schätzen sie an ihrem Beruf?
Diesen Fragen widmete sich die Schülerin der HBLA Elmberg für Landwirtschaft und Ernährung Manuela Schoisswohl aus Hinterstoder in ihrer Diplomarbeit, die sie im Rahmen der Reife- und Diplomprüfung gemeinsam mit ihrer Klassenkollegin Jacqueline Bernroitner verfasst hat. Dabei schenkten die beiden Maturantinnen sowohl der historischen Entwicklung des Bäuerinnenberufs als auch der gegenwärtigen Situation von Landwirtinnen in Oberösterreich, vor allem in der Pyhrn-Priel-Region, Aufmerksamkeit. In Zusammenarbeit mit Annemarie Brunner, Landesbäuerin für Oberösterreich, führten sie zahlreiche Befragungen durch, um Antworten auf ihre Fragen rund um die Situation von Frauen in der Landwirtschaft zu finden. Die Untersuchungen zeigen, dass Hausarbeiten in erster Linie immer noch von Frauen übernommen werden, dennoch helfen in den meisten - vor allem in den großen - landwirtschaftlichen Betrieben alle Familienmitglieder im Haushalt mit. Auch Administration und Buchhaltung werden – mit Ausnahme der Förderungsabwicklung - vorwiegend von Frauen erledigt, während sich die Männer primär um maschinelle und technische Angelegenheiten kümmern. „Die Bäuerinnen der Pyhrn-Priel-Region sehen sich als wichtigstes Glied in der Kette der Lebensmittelproduktion. Es ist ihnen ein großes Anliegen, dass die Bevölkerung über ihre breit gefächerten Aufgabenbereiche Bescheid weiß und ihre landwirtschaftlichen Produkte schätzt. Über ihre wenige Freizeit sehen die meisten Bäuerinnen hinweg, denn sie wissen die Vielseitigkeit ihres Berufes, die Verbundenheit mit der Natur sowie ihre Selbstständigkeit zu schätzen“, so die Maturantin. Die Ergebnisse ihrer Diplomarbeit hat sie am 18. Mai den befragten Ortsbäuerinnengruppen der Pyhrn-Priel Region und weiteren interessierten Gästen im Comptonsaal Hinterstoder vorgestellt.
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