06.06.2017, 10:52 Uhr

Abschied von der Burg Altpernstein

Robert Aistleitner (ea. Vorsitzender kj oö), Pastoralamtsdirektor und Bischofsvikar Wilhelm Vieböck (ehem. Diözesanjugendseelsorger), Bischof em. Ludwig Schwarz, Abt Ambros Ebhart (Stift Kremsmünster), Eva Wimmer und Jakob Ulbrich (beide ea. Vorsitzende der Katholischen Jugend OÖ) (vli.) (Foto: kj oö)

Anfang Juni verabschiedete sich die Katholische Jugend OÖ mit einem Burgabschlussfest vom langjährigen Begegnungszentrum Burg Altpernstein.

MICHELDORF. Seit mehr als 70 Jahren ist die Burg Altpernstein ein zentraler, lebendiger Begegnungsort der Katholischen Jugend Oberösterreich. Unzählige Jugendfreizeitwochen, Schulungsveranstaltungen und Seminare zur Vertiefung des Glaubens schafften Begegnungsmöglichkeiten unter den Jugendlichen. Aufgrund immer weiter steigender Projektkosten verbunden mit schwer bewältigbaren Auflagen in dem denkmalgeschützten Gebäude wurde im Februar 2016 das in Aussicht stehende große Umbauprojekt gestoppt. So heißt es nun Abschied nehmen vom mittelalterlichen Mauerwerk.

Das Pfingstwochenende vom 2. bis 5. Juni 2017 wurde deshalb zu einem viertägigen Danke-Abschlussfest genutzt, bei dem sich die kj öo gebührend von "ihrer Burg" verabschieden konnte. Insgesamt nahmen mehrere hundert Besucher am Fest teil.
Das Fest für alle Weggefährten und Interessierten war an jedem der vier Tage einer bestimmten Personengruppe gewidmet.

Abschied in Dankbarkeit

Das Programm am Freitag begann mit einem Sektempfang auf der Burgbrücke für die ehemaligen Burgmitarbeiter der vergangenen 70 Jahre. Viele nahmen eine weite Anreise auf sich, um sich noch einmal verabschieden zu können. Eine Mitarbeiterin aus den 70er-Jahren meinte: „Damals sah die Burg noch ganz anders aus. Ich bin froh, dass ich mein Zimmer von damals nochmal gesehen habe.“ Ein Luftballonstart symbolisierte das Abschied nehmen in Dankbarkeit. Am Abend wurde bei Livemusik ausgelassen gefeiert.

Der Samstag ließ jenen Besuchern genügend Zeit, um in gemütlicher Atmosphäre Erinnerungen und Erlebnisse aufleben zu lassen. Einige nutzten den Aufenthalt, um ihre Lieblingsorte auf der Burg noch einmal zu besichtigen. Wie bei der kj oö üblich sorgten Workshops für Unterhaltung.

Sehr gut besucht war unter anderem das musikalische Kabarettprogramm von Andreas Haider (Beauftragter für Jugendpastoral im Dekanat Pregarten). Die Band Alpinsound begleitete den Abend mit moderner Tanz- und Unterhaltungsmusik.

Burgmesse und traditioneller Frühschoppen

Der Pfingstsonntag begann mit einer feierlichen Burgmesse mit Diözesanseelsorger Michael Münzner. Besonders willkommen waren vor allem die Leute aus der umliegenden Region, die im Anschluss zum traditionellen Frühschoppen eingeladen waren. Die geselligen Stunden wurden vom Musikverein Weinzierl-Altpernstein musikalisch begleitet. Trotz der windigen und kalten Verhältnisse, blieben die Besucher bis in den Nachmittag auf der Gastterrasse zusammen. Der Burgleiter, Gerald Frühauf freut sich über diese Verbundenheit der MicheldorferInnen und AltpernsteinerInnen.

Das letzte offizielle Kapitel des Burgfestes wurde am Montagnachmittag durch eine Abschiedsmesse mit dem ehem. Diözesanjugendseelsorger und jetzigen Pastoralamtsdirektor Willi Vieböck begangen. Auch Bischof em. Ludwig Schwarz und Abt Ambros Ebhart feierten den Gottesdienst mit In seinen Predigtgedanken sagte Vieböck mit Blick auf zurückliegende Erlebnisse und auf den bevorstehenden Abschied anknüpfend an die Lesung aus dem Buch Kohelet: „Alles zu seiner Zeit. Die Zeit um die Burg zu entdecken. Die Zeit um sich die Burg anzueignen, zu adaptieren, sich sowohl baulich, als auch inhaltlich ständig zu erneuern und jetzt die Zeit zum Loslassen.“ Auch die frühere ehrenamtliche Vorsitzende der kj oö, Stefanie Hinterleitner, erinnerte an die vielen intensiven Momente. Die Burg war für die Jugendlichen ein Ort, an dem Freundschaften und Beziehungen begannen. Aber auch eine zweite Heimat sowie für viele ein Fels im Glauben, wie ein Eintrag im Gästebuch verrät. „So viele Impulse für mein Leben, für meinen Glauben. Mein Leben wurde sehr reich durch die Burg. Danke!“

Team bleibt bis Jahresende

Das Burgteam wird bis Jahresende auf der Burg sein, um das Begegnungszentrum auszuräumen. Das Tor bleibt wochentags zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr für Besucher offen. Samstag, Sonntag und Feiertag steht das Burgstüberl wie gewohnt zur Verfügung und lädt zum Konsum einfacher Speisen und Getränke ein. Wie es nächstes Jahr weitergeht, das bleibt unterdessen offen, weil die Rückgabeverhandlungen zwischen dem Stift Kremsmünster und der Diözese Linz noch nicht abgeschlossen sind. In der Zwischenzeit ist die kj oö auf der Suche nach einem neuen Begegnungszentrum im Zentralraum. Dies wird voraussichtlich 2020 eröffnet werden können.

Fotos: kj oö
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