23.09.2014, 14:30 Uhr

Das Kulturerbe im Blickpunkt

Die Himmelsleiter im Marktrichterhaus in Kremsmünster können die Besucher am Tag des Denkmals kostenlos besuchen. (Foto: Armbruster)

Seltene Einblicke in die verschiedenen Objekte ermöglicht der Tag des Denkmals am 28. September.

BEZIRK (sta). Denkmäler sind Zeichen einer Kulturlandschaft. "Es gibt sie wahrscheinlich schon so lange, wie es Menschen gibt. Denkmäler wurden aus verschiedenen Gründen errichtet, in alter Vorzeit etwa, um einen Weg zu markieren, um Gottheiten zu ehren, oder einen heiligen Ort zu kennzeichnen", weiß Jörg Strohmann, Obmann des Heimatvereines Windischgarsten. Auch der Bezirk Kirchdorf hat aus seiner Sicht einiges an Sehenswertes zu bieten.
Das Stift Kremsmünster hat mit dem Tassilokelch Weltbedeutung, aber auch das Stift Schlierbach oder das aufgelassene Stift in Spital am Pyhrn (heuer vor genau 300 Jahren erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau der Kirche) gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Oberösterreichs. "Auch Industriedenkmäler, wie aufgelassene Sensenwerke, Mühlen, Schmieden und Sägen, die als Museumsbahn geführte Steyrtalbahn oder auch der Kalkofen in Steinbach am Ziehberg sind sehenswert", so Strohmann.
Am "Tag des Denkmals" können in Kremsmünster die Räumlichkeiten des Hörtenthallerhauses gratis besucht werden. Zu bestaunen gibt es dabei auch neu freigelegte Wandmalereien und die historische Rarität eines Kellerbodens. Der Künstler Franz de Paul Armbruster präsentiert im Keller seines restaurierten Marktrichterhauses "Die Himmelsleiter", welche den Traum der Menschen von einer Verbindung zwischen Himmel und Erde versinnbildlicht. Auch das Theater am Tötenhengst hat seine Pforten geöffnet. Interessierte bekommen dabei die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken.

Die Kalkbrenner von Steinbach am Ziehberg
Am Tag des Denkmals kann auch der Kalkofen in Steinbach/Z. kostenlos besichtigt werden. Nahe des Gasthauses Krapfenmühle, am rechten Ufer des Steinbaches, ragt die Spitze eines flaschenförmigen Schlotes hervor - ein Schornstein eines wahrlich beeindruckenden Bauwerkes. Der Kalkofen, der 1926 erbaut wurde, ist einer der bedeutendsten Schachtöfen des nördlichen Alpenvorlandes. Er wurde in vielen Arbeitsstunden vom heimischen Kulturverein restauriert und als Ausstellung adaptiert. Den Besuchern wird am 28. September die Gewinnung des Kalkes und seine Verwendung nahegebracht. Ergänzt wird eine Ausstellung im Zubau zum Ofen durch die Dokumentation des Alltags der Kalkbrenner mit Hilfe von Originalgeräten und historischen Fotos.
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