04.01.2018, 13:16 Uhr

Die "Schule an der Alm" in Pettenbach will energieautark werden.

Vereinsobmann Bernd Hofer mit Projektpartnern

Die einzige Schule mit eigener Wasserkraft sucht Unterstützer

PETTENBACH (sta).  Ein Leuchtturm-Projekt ist von der Elterninitiative geplant, mit dem schuleigenen Wasserkraftwerk als Ausgangspunkt. Eine Crowdfunding-Aktion und Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft sollen neue Systeme für die Nutzung erneuerbarer Energien erforschen und entwickeln.
"Schon viele kühne Träume sind mit Crowdfunding wahr geworden", sagt Vereinsobmann Bernd Hofer zur Idee, mit Unterstützung der Öffentlichkeit das Schulgebäude, die jahrhundertealte Grubmühle, zu einem "Lernort für Generationen" zu machen. Bereits die Adaptierung der Grubmühle für den Schulbetrieb durch viele tausende ehrenamtlicher Stunden von Eltern ist für ihn ein kleines Wunder – doch groß genug, um zuversichtlich zu sein: "Wir wollen etwas ökologisch und pädagogisch wirklich Besonderes für unsere Zukunft aufstellen." Schon in Betrieb gegangen ist ein eigenes Seminarhaus – neben dem Schulbetrieb mit altersübergreifenden, selbstbestimmten Lernformen. Der Startschuss für das Energieprojekt "Energy Learning" fiel vor Kurzem, prominent besetzt zum Beispiel mit dem Campus Hagenberg, der FH Wels und den Firmen Fronius und Thermocollect. Sie wollen herausfinden, wie mit intelligenten, selbstlernenden Steuerungen ein vielfältiger ökologischer Energiemix optimal genutzt werden kann.

Mit Crowdfunding den großen Sprung schaffen

Genau gerechnet und bisher damit richtig gelegen haben die Eltern der Schule an der Alm schon bei dem Wagnis, in die Grubmühle zu übersiedeln. Die Gebäude an der Grenze zwischen Vorchdorf und Pettenbach bieten auf dem rund einem Hektar großen Grundstück ein riesiges Potential für doppelt so viele Kinder wie jetzt. "Natürlich muss die Qualität der Schule für die Kinder auch bei solchen ehrgeizigen Projekten gleich hoch bleiben. Daher können auch nicht 30 neue Schüler auf einmal aufgenommen werden. Das geschieht schrittweise. Doch erst mit etwa 60 Kindern trägt sich die Schule selbst.", so Hofer.
Als freie Schule muss ein Großteil der Kosten von den Eltern aufgebracht werden. "Auch aus diesem Grund sucht die Schule an der Alm Unterstützer über 'Crowdfunding' – Menschen, die sich "für die Zukunft eine Generation Heranwachsender wünschen, die bewusst und verantwortungsvoll mit den Ressourcen unserer Erde umgeht", wie Bernd Hofer es formuliert.

Info und Kontakt für Unterstützer: www.startnext.com/lernort

Fotos: Schule an der Alm
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