10.04.2017, 20:14 Uhr

Heimat: attraktiv für Junge?

Felix Fößleitner , Christian Dörfel, Johannes Brandl und Sonja Hackl (v.li.) besprechen erste Auswertungen. (Foto: Regionalmanagement OÖ)

Für Gemeinden lohnt es sich, sich mit den Bedürfnissen der Generation der 20-35 Jährigen zu beschäftigen.

STEYR, KIRCHDORF (wey). Wie attraktiv sind die Gemeinden der Leader Region Nationalpark Kalkalpen für junge Erwachsene? Welche Erwartungen haben junge Erwachsene an das Landleben? Kann „modernes Landleben“ einen Beitrag zum "Dableiben" oder „Zurückkommen“ junger Erwachsener leisten? Diesem Thema hat sich die Leader Region Nationalpark oö. Kalkalpen im Rahmen eines gemeindeübergreifenden Agenda 21 Themennetzwerks angenommen. Die Eigenmittel für dieses Projekt hat das Regionalforum Steyr-Kirchdorf zur Verfügung gestellt. Die inhaltliche Erarbeitung erfolgte durch das Regionalmanagement OÖ im Fachbereich Nachhaltigkeit und Umwelt.

Fehlendes Wissen
Für Gemeinden lohnt es sich, sich mit den Bedürfnissen der Generation der 20-35 Jährigen zu beschäftigen. Auf Grund des demografischen Wandels wird diese – für die zukünftige Entwicklung des ländlichen Raums so wichtige – Altersgruppe, stark abnehmen. Neben dem fehlenden Wissen dieser jungen, oft sehr gut ausgebildeten Menschen fehlen den Regionen in der Folge auch deren Kinder, die zur Belebung der Gemeinde und zum Erhalt der Infrastrukturen beitragen. Deswegen, so sind sich die Projektinitiatoren sicher, müssen junge Erwachsene gute Lebensgrundlagen in ihren Heimatgemeinden vorfinden, um gerne hier zu leben oder gerne zurückzukommen.

Der "Gemeindecheck"

Mit dem "Gemeindecheck" steht den Gemeinden ein interessantes Online-Tool zur Verfügung, das ihnen hilft zu erkennen, wie attraktiv sie für junge Erwachsene sind. Mit einem einfachen Vier-Punkte-System können acht Handlungsfelder bewertet werden, von der Basisinfrastruktur über Arbeit und Wohnen bis hin zu Rückkehr-Anreizen. Durch den Check können die Gemeinden schließlich erkennen, an welchen Aspekten des „Modernen Landlebens“ sie künftig noch stärker arbeiten können und welches Maßnahmenbündel in den einzelnen Handlungsfeldern umzusetzen wäre. Gemeinden, die den Check anwenden wollen, können Leader-Manager Felix Fößleitner unter felix.foessleitner@leader-kalkalpen.at kontaktieren.

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