20.12.2017, 15:21 Uhr

Längere Wartezeiten auf Operationen

Das Landeskrankenhaus in Kirchdorf (Foto: gespag)

SPÖ-Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster: "Situation der Patienten hat sich verschlechtert."

BEZIRK (sta). Die Kritik des Landesrechnungshofes am Wartelistenregime in Oberösterreich hat der SPÖ-Landtagsclub aufgegriffen und landesweite Daten über die Wartezeiten in den Krankenhäusern erhoben.
Demnach warten die Patienten im Landeskrankenhaus Kirchdorf in der Unfallchirurgie aktuell acht Wochen auf einen OP-Termin. Im Vorjahr waren es im Vergleich nur sechs Wochen. Die kürzesten Wartezeiten haben Patienten im Braunauer Krankenhaus mit nur einer Woche Wartezeit. Braucht man ein künstliches Kniegelenk, beträgt die Wartezeit in Kirchdorf 25 Wochen, das sind um fünf Wochen mehr, als noch im Vorjahr. Ist ein Patient auf eine künstliche Hüfte angewiesen, wartet er etwa 20 Wochen, drei Wochen länger als im Vorjahr. Die SPÖ fordert Transparenz für Patienten bei OP-Wartezeiten. Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster aus Steinbach am Ziehberg: "Die Patienten brauchen eine einfach Möglichkeit um sich über die Wartezeiten zu informieren. Dann müssen sie sich gar nicht die Mühe machen, von Krankenhaus zu Krankenhaus zu telefonieren – auf der Suche nach dem schnellsten Termin. Leider ist Oberösterreich dabei in Sachen Transparenz noch immer säumig. Die ausgewerteten Daten über die Wartezeiten, sind je nach Region sehr unterschiedlich, zeigen aber insgesamt eine klar negative Tendenz in den großen Häusern."

"Genießen Vertrauen"

Christine Dörfel, Pressesprecherin der Krankenhäuser Kirchdorf und Steyr dazu:
"Das Orthopädieteam der Landeskrankenhäuser Kirchdorf und Steyr, unter der Leitung von Primar Vinzenz Auers-#+perg, genießt vor allem im Bereich der Hüft- und Knie-Endoprothetik einen ausgezeichneten Ruf. Betroffene Patienten informieren sich im Vorfeld sehr genau über ihre geplante Operation und entscheiden sich dann für die Klinik ihres Vertrauens. Wir freuen uns über das offenkundige Vertrauen, leider werden trotz der gleichbleibenden Betten- und Operations-Kapazitäten die Wartezeiten für die Patienten damit länger." Die Wartezeiten sind laut Dörfel auch auf der Homepage der Krankenhäuser ersichtlich. "Wir kommunizieren die Wartezeiten mit der geforderten Transparenz.
Die Angaben beziehen sich aber ausschließlich auf nicht akute Eingriffe. Alle akutmedizinisch notwendige Eingriffe werden selbstverständlich, entsprechend der Diagnosestellung und ihrer Notwendigkeit durchgeführt", so Christine Dörfel.
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