30.05.2017, 14:01 Uhr

Landschaft revisited: Großformatige Kunst trifft kleines Bergdorf

Maler Peter Lang gastiert mit seinem mobilen Atelier heuer in Hinterstoder. (Foto: Peter Lang)

Hinterstoder möchte sich über das klassische Tourismusangebot hinaus als Kultur- und Kreativstandort besser positionieren.

HINTERSTODER. Die Abbildung der Landschaft spielt seit den Anfängen der künstlerischen Ausdrucksformen eine Rolle. In der Vergangenheit bildeten sich immer wieder Landschaften oder Orte heraus, in denen die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft eine gewisse Tradition hatte. Auch die Gemeinde Hinterstoder möchte sich künftig über das klassische Tourismusangebot hinaus als Kultur- und Kreativstandort besser positionieren. Das aktive Engagement im Netzwerk Zukunftsorte und eine Vielzahl von Kulturveranstaltungen (Ausstellungen, Lesungen, Vorträge etc.) sowie die Architekturinitiativen haben dazu beigetragen, dass sich weite Teile der Bevölkerung mit diesem Thema identifizieren und „Kultur“ mittlerweile ein akzeptierter Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ins Hinterstoder ist. Nach außen gilt es, diese Kulturstandards noch entsprechend auf- und auszubauen.

"Landschaft revisited"

Künftig will sich der Ort mit dem Kunstprojekt „Landschaft revisited“ auch auf der kulturellen Landkarte verorten: Namhafte, internationale, zeitgenössische Künstler sollen sich in einem Artist in Residence-Projekt mit der Landschaft im weiteren Umraum der Gemeinde Hinterstoder künstlerisch auseinandersetzen. Den Startschuss dafür gibt im Sommer 2017 der deutsche Landschaftsmaler Peter Lang. Durch die Arbeiten sowie durch einen begleitenden Diskurs, in Form eines interdisziplinären Symposiums, soll das Kunstprojekt Journalisten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht bzw. vermittelt werden.

Projektauftakt: Peter Lang, Malerei in der Landschaft

Peter Lang aus Gleißenberg in Bayern arbeitet unter anderem in einem eigens für ihn entworfenen mobilen Atelier. In den Sommermonaten 2017 (Mai bis Oktober) wird Lang sein mobiles Malatelier am Berg mit Blick auf das Tote Gebirge aufstellen. Begleitet wird dieser Malaufenthalt mit einer Ausstellung im Ort Hinterstoder (Hösshalle und Alpineum). In einer ersten Ausstellungsrunde sollen Werke aus dem Bestand gezeigt werden. In einer zweiten Runde, nach Fertigstellung erster Bilder in Hinterstoder, sollen diese die Bestandsbilder ersetzen. Parallel dazu werden etwa im Rahmen des Landinger-Sommers 2017 entsprechende Begleitaktivitäten (Künstlergespräche von Kurator Reinhard Spieler mit Peter Lang) und Architekturaktionen (Ausstellung, Architektengespräche Nagler-Oberbichler o.Ä.) angeboten. Sie sollen helfen, auch für „Außenstehende“ die Bezüge zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Lang und der Tradition einer Landschaftsmalerei in Hinterstoder und zwischen Gemeindeentwicklung und Kunstaktion zu vermitteln.

Das mobile Malatelier fungiert dabei auch als Anziehungspunkt für kunstsinnige Wanderer, welche die Malaktion beobachten und Peter Lang zu seiner Arbeit befragen können. Im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen werden Informationen zu den Werken und zur Arbeit Langs angeboten.
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