03.04.2017, 17:18 Uhr

Mehr Bewusstsein für regionale Produkte

Wie im Vorjahr informieren auch heuer Bäuerinnen vor Lebensmittelmärkten über regionale Lebensmittel. (Foto: Foto: BBK OÖ)

Die Sympathiekundgebung "Genuss von Dahoam bringt's" geht am 8. April in ihre zweite Runde.

KIRCHDORF (str). Die Sympathiekundgebung "Genuss von Dahoam bringt's" des Bauernbundes findet am Vormittag des 8. April flächendeckend in ganz Oberösterreich statt. "Wir merken, dass die Leute bereit dafür sind, regionale Produkte zu kaufen, dass es aber an der Aufklärung und an den Informationen fehlt", erzählt Bezirksbäuerin Erika Glinsner. Bauernbundbezirksobmann Franz Karlhuber stimmt dem zu: "Viele wissen gar nicht, auf wie hohem Niveau wir produzieren." Engagierte Bäuerinnen und Bauern werden darum einen Vormittag lang vor zahlreichen Lebensmittelmärkten im Bezirk das Gespräch mit den Konsumenten suchen. "Besonders wollen wir den Konsumenten die Gütesiegel näher bringen", erklärt Erika Glinsner und Anita Kalchmayr, stellvertretende Vorsitzende des Bäuerinnenbeirates, ergänzt: "Was das AMA-Gütesiegel bedeutet wissen die meisten noch, aber gerade bei den anderen Siegeln stehen viele dann an." Gerade deshalb werden an diesem Tag auch kleine Heftchen verteilt, die die einzelnen Siegeln erklären und so eine ideale Einkaufshilfe sind.

Kein erhobener Zeigefinger

Besonders das Gespräch ist das Ziel dieses Tages. "Sinn der Aktion ist es auch wirklich nicht, dass wir mit erhobenem Zeigefinger dastehen und die Einkäufe kontrollieren. Wir wollen vor allem Informationen weitergeben und ins Gespräch kommen", betont Erika Glinsner. "Wenn wir einkaufen, sind wir auch Konsumenten und schauen darauf, woher die Produkte kommen. Es geht darum den Leuten bewusst zu machen, dass sie es im Griff haben, was im Handel angeboten wird", hebt auch Anita Kalchmayr hervor. Denn schon das direkte Nachfragen in den einzelnen Lebensmittelgeschäften kann das Sortiment in den Regalen beeinflussen.

21.000 Arbeitsplätze mehr

Der Kauf von regionalen Lebensmitteln schont nicht nur das Klima, sondern schützt auch die lokale Wirtschaft. 1.400 landwirtschaftliche Betriebe gibt es gegenwärtig im Bezirk. Ein Hof alleine sichert durchschnittlich drei Arbeitsplätze, so Franz Karlhuber. Eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz ("Global denken – lokal handeln: Mehr landwirtschaftliche Produkte aus Österreich", 2016) zeigte außerdem, dass 21.000 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen werden könnten, wenn nur 10 Prozent mehr regionale Produkte gekauft werden würden.
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