09.03.2017, 12:41 Uhr

'S Gackerl soll ins Sackerl

KIRCHDORF (sta). Eine Kirchdorferin, die anonym bleiben will, sagt: "Die Leute gehen mit ihren Hunden in der Stadt spazieren. Meist haben sie kein Sackerl mit und beseitigen die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner nicht. Das sind oft wirklich große Haufen." Bürgermeister Wolfgang Veitz dazu: "Wir haben in Kirchdorf 121 Hundebesitzer, die sich großteils an die Verordnungen halten. Hundekot-Stationen gibt es keine, da unser Stadtgebiet sehr klein ist. Es gibt am Stadtamt aber Sackerl, die man sich gratis hole (Foto: Foto: Turbowerner/panthermedia)

Die Beschwerden häufen sich. Hundehaufen in der Stadt – ein Ärgernis, das vielen Mitbürgern stinkt.

KIRCHDORF (sta). Eine Kirchdorferin, die anonym bleiben will, sagt: "Die Leute gehen mit ihren Hunden in der Stadt spazieren. Meist haben sie kein Sackerl mit und beseitigen die Hinterlassenschaft ihrer Vierbeiner nicht. Das sind oft wirklich große Haufen." Bürgermeister Wolfgang Veitz dazu: "Wir haben in Kirchdorf 121 Hundebesitzer, die sich großteils an die Verordnungen halten. Hundekot-Stationen gibt es keine, da unser Stadtgebiet sehr klein ist. Es gibt am Stadtamt aber Sackerl, die man sich gratis holen kann." Die Hundesteuer aufgrund zunehmender Verschmutzung zu erhöhen, ist für ihn kein Thema. "Es würde nur jene treffen, die vorbildlich mit ihren Vierbeinern unterwegs sind", sagt er. "Es sind aber nicht nur Hunde, die das Stadtgebiet verschmutzen. Es sollten sich auch jene an der Nase nehmen, die Kaugummis ausspucken oder Zigarettenstummel wegschmeißen."
Immer mehr Arbeit gibt es auch für die Mitarbeiter des Bauhofes. "Speziell der Hundekot ist für uns zu einem großen Problem geworden", so Bauhofleiter Martin Buchegger. "Es ist wirklich extrem. In den Siedlungen, öffentlichen Grünflächen, die wir betreuen, im Stadtgebiet und bei der Kirche müssen sich meine Mitarbeiter damit herumplagen."
Laut Straßenverkehrsordnung droht Hundebesitzern, deren Vierbeiner Wohnstraßen, Bewegungszonen, Gehwege etc. verunreinigen, eine Strafe bis 72 Euro. Sollte diese nicht bezahlt werden können, sogar eine Freiheitsstrafe von 48 Stunden. Reinhard Menneweger, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant, sagt: „Keine Frage, die Verschmutzung ist ärgerlich. Strafen wären in der Straßenverkehrsordnung für derartige Delikte vorgesehen. Wir appellieren aber an das Verantwortungsbewusstsein der Hundebesitzer." Wer sein Tier liebt, so Menneweger, sollte die Exkremente entsorgen. Menneweger: "Das Saubermachen sollte den Hundehaltern so einfach wie möglich gemacht werden. Hundekot-Stationen wären ein brauchbares Mittel."
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Franz Staudinger aus Kirchdorf | 09.03.2017 | 12:42   Melden
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