12.10.2016, 16:38 Uhr

Spital am Pyhrn macht den „Willkommens-Check“

Aurelia Tockner und Bürgermeister Aegidius Exenberger (Foto: Regionalmanagement OÖ)

Regionalmanagement OÖ begleitet Entwicklungsprozess

SPITAL/PYHRN. Die Gemeinde Spital am Pyhrn hat den „Willkommens-Check“, den das Regionalmanagement im Rahmen des Projekts „Willkommenskultur OÖ“ entwickelt hat, durchgeführt. Der Willkommens-Check ist ein Analyseinstrument, mit dem festgestellt wird, in welchen Bereichen eine Gemeinde oder ein Unternehmen bereits eine gute Willkommenskultur lebt und welche Bereiche noch ausbaufähig sind.

Das Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung“, das das Regionalmanagement OÖ mit dem Netzwerk Human Ressourcen der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria als Partner umsetzt, ist ein kostenloser Beratungsservice zur Standortsicherung, den Gemeinden und Unternehmen in Anspruch nehmen können. Das Projekt ist ein Impulsprojekt der OÖ Wachstumsstrategie des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ.


"Zu- und rückgewanderte Fachkräfte gut integrieren"

Wirtschaftslandesrat Michael Strugl: „Das Projekt Willkommenskultur OÖ hat zum Ziel, zu- und rückgewanderte Fachkräfte mithilfe einer hochwertigen und strukturierten Willkommenskultur gut in ihrer neuen Heimat zu integrieren und langfristig hier zu halten. Der Erfolg unserer heimischen Unternehmen hängt davon ab, wie attraktiv unser Bundesland als Wohnort und Arbeitsplatz für internationale Fachkräfte ist. Deshalb wollen wir unsere Willkommenskultur in Gemeinden und Betrieben durch gezielte Maßnahmen verbessern.“

Der Willkommens-Check, den Gemeinden und Unternehmen durchführen können, beinhaltet allgemeine Fragen zu deren Größe und Struktur, sowie Fragen zu den Bereichen Familie, Beruf, Wohnen, Bildung, Freizeit usw. Welche Maßnahmen setzt die Gemeinde, um Neubürgern den Start im neuen Umfeld zu vereinfachen? Wie versucht die Gemeinde bzw. das Unternehmen, den Arbeitnehmer in das soziale Gefüge außerhalb des Jobs zu integrieren? Wo sind eventuelle Problemfelder wie zum Beispiel fehlende Wohnungen oder Kinderbetreuungsplätze? Welche individuellen Lösungswege sind möglich?

Die Gemeinden führen gemeinsam mit einem RMOÖ-Regionalmanager den Willkommens-Check durch, Unternehmen können eine Begleitung durch das Netzwerk Human Ressourcen in Anspruch nehmen, müssen das aber nicht.

Der Spitaler Bürgermeister Aegidius Exenberger und Gemeinderätin Aurelia Tockner wurden von RMOÖ-Projektmanagerin Michaela Hofmann bei der Beantwortung der Fragen unterstützt. „Der Willkommens-Check hat uns gezeigt, dass wir etwas unternehmen müssen, um die Abwanderung aus unserer Gemeinde zu verringern beziehungsweise die abgewanderten Bürger wieder zurück zu holen“, erläutert Bürgermeister Exenberger. „Das Ziel aller Maßnahmen in diesem Bereich muss die
Sicherung und möglicherweise der Ausbau von Arbeitsplätzen in der Gemeinde sein. Eine wichtige Rolle spielt hier auch der öffentliche Verkehr, für dessen Verbesserung wir uns gezielt einsetzen möchten. Die passenden Maßnahmen möchten wir in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement erarbeiten.“

Die Antworten und Selbsteinschätzungen aus dem Willkommens-Check werden auf zweierlei Weise ausgewertet: Einerseits erfolgt eine automatische Auswertung durch das Analysetool, andererseits werden die Antworten vom begleitenden Regionalmanager bewertet und mit der gecheckten Gemeinde oder dem gecheckten Unternehmen besprochen. In diesem Gespräch werden von Seiten des Regionalmanagements Vorschläge für die weitere Vorgangsweise gemacht.
Bürgermeister Exenberger: „Zum Thema Abwanderung haben wir bereits erste Schritte umgesetzt. Wir haben an einer Erhebung teilgenommen, die Andreas Hubauer im Rahmen seiner Masterarbeit zum Thema „Seitentäler der Wirtschaft“ durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde mit Hilfe der Spitaler Bürgerinnen und Bürger erhoben, was die Menschen in unserer Gemeinde hält, beziehungsweise was passieren müsste, damit sie zurückkommen. Diese Erhebung wird gemeinsam mit den Ergebnissen des Willkommens-Checks die Grundlage für die zukünftige Arbeit zum Thema Willkommenskultur für zu- und rückgewanderte Fachkräfte in unserer Gemeinde sein“.

Die RMOÖ erarbeitet im Rahmen der Auswertung des Checks Vorschläge für weitere mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Willkommenskultur. Nach dem Analysegespräch entscheidet die Gemeinde bzw. das Unternehmen, ob und wie sie mit dem Regionalmanagement weiter am Thema Willkommenskultur arbeiten will. Die RMOÖ steht auch bei der Umsetzung von Maßnahmen, die sich aus dem Willkommens-Check ergeben haben, beratend und unterstützend zur Seite.
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