30.11.2017, 15:12 Uhr

Tief "Torsten" brachte Verkehrschaos in Kremsmünster mit sich

Tief Torsten brachte viel Arbeit für die Feuerwehr Kremsmünster mit sich.

Durch starke Schneeschauer seit den frühen Morgenstunden des 30.11.2017 verwandelten sich die Straßen in und um Kremsmünster zu Schneematsch-Fahrbahnen, welche den Verkehrsfluss stark beeinträchtigten.

KREMSMÜNSTER. So musste die Feuerwehr Kremsmünster zu mehreren Einsätzen ausrücken.

Auf der Sipbachzeller-Straße, Höhe Gürtelbauer, kam ein Pkw ins Schleudern. Wegen des Schleuderns kam das Fahrzeug von der Straße ab und blieb auf einer Böschung unterhalb hängen. Die Feuerwehr Irndorf forderte das LAST-Fahrzeug zur Bergung an. Die Lenkerin des Fahrzeugs wurde beim Unfall nicht verletzt.

Am Sandberg geriet ein Lkw aufgrund eines Ausweichmanövers, welches durch einen entgegenkommenden Lastwagen verursacht wurde, auf Höhe der Aiterwegmaier-Kapelle in den Straßengraben. Dieser wurde mit der Seilwinde des Rüst-Lösch-Fahrzeugs mit einer Flaschenumlenkung zum Pumpenfahrzeug wieder auf die Straße gezogen. Der Schwerverkehr versuchte, aufgrund des schwer passierbaren Abschnitts der B122 von Kremsmünster nach Sattledt, den Verkehr am Sandberg zu umfahren, welche die Bergungsarbeiten behinderten und somit wieder hängen blieben. Um gefährliche Situationen zu vermeiden wurde der Sandberg für etwa zwei Stunden gesperrt.

Resümee der Feuerwehr Kremsmünster:

Aufgrund von überhöhten Geschwindigkeiten, bezugnehmend auf die Fahrbahn- und Witterungsverhältnisse, kam es besonders auf den stark befahrenen Straßen Richtung Ried im Traunkreis und Sattledt zu gefährlichen Situationen. Bedenkenswert ist laut Feuerwehr aber auch das Verhalten der Schwerkraftfahrzeuglenker, welche zum Großteil mit den winterlichen Fahrverhältnissen in unserer Region nicht vertraut sind. Um ein konkretes Beispiel zu nennen, welches bei dem mehr als überwiegenden Großteil der Lenker beobachtet wurde: Trotz Schneekettenpflicht, welche durch Tafeln vor den betroffenen Anstiegen gekennzeichnet wurde, wurde diese Pflicht nur als „unverbindliche Empfehlung“ wahrgenommen. Die Feuerwehrkameraden schilcern: "Es wird so lange gefahren, bis nichts mehr geht, und dann werden die Ketten auf der öffentlichen Straße bei Schneetreiben mit rutschenden Gegenverkehr angelegt. Zum Teil standen Lkw quer zur Fahrtrichtung. Welche Szenarien aus solchen Situationen entstehen können, kann sich jeder denken und möchte auch keiner haben! Zeitdruck hin oder her, Sicherheit geht nun mal vor! Muss es wirklich sein, dass wegen hängen gebliebenen Lkw, welche durch das NICHT Anlegen der Schneeketten hängen bleiben, sehr gefährliche Situationen entstehen und somit das Ausrücken der Feuerwehr erzwungen wird?"

Fotos: FF Kremsmünster
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