11.04.2017, 11:07 Uhr

Zukunftsprojekte "Co-Herberge" und "Teilbare Häuser" in Hinterstoder

Co-Herberge - innovatives Modellprojekt (Foto: Die Verknüpfer)

Stodertal-Gemeinde will weitere Akzente bei der Gemeindeentwicklung setzen.

HINTERSTODER (wey). Als Leitlinie für diese Entwicklung hat der Gemeinderat von Hinterstoder im vergangenen Jahr das Agenda 21-Zukunftsprofil beschlossen. Es beinhaltet drei Prinzipien wie beispielsweise jenes der "Co-Kultur". Kooperieren und Teilen von Ressourcen sind in Hinterstoder demnach wichtige Bausteine der Gemeinde-Kultur. Außerdem geht es darum, vorausschauend und nachhaltig zu handeln und vorhandene Potenziale zu nutzen.
Zwei aktuelle Projekte, die vor diesem Hintergrund erarbeitet werden sollen, nennen sich "Co-Herberge" und "teilbare Häuser" (siehe links). Sie beschäftigen sich mit der zukunftsfähigen Nutzung von Wohnraum in der Stodertal-Gemeinde.

Innovatives Modellprojekt

Weltweite Plattformen wie airbnb oder regionale wie die "Kuckucksnester" (kuckucksnester.de) widmen sich der zeitweisen oder dauerhaften touristischen Vermietung von Wohnflächen, die dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum leer stehen. Sie werden so zu Einkommensquellen für ihre Besitzer und bringen neues Leben in Häuser oder ganze Regionen, die sie damit aufwerten. Den Initiatoren ist wichtig zu betonen, dass durch das Projekt "Co-Herberge" keine Konkurrenzangebote zu bestehenden Beherbergungsbetrieben geschaffen, sondern lediglich neue Gäste-Zielgruppen erschlossen werden sollen.
Die vielen Fragen, die sich rund um die Abwicklung auftun – etwa, welche Qualitätsanforderungen es gibt, wie man die Vermietung anmelden muss oder die Schlüsselübergabe organisieren kann –, sollen in den nächsten Monaten geklärt werden. Vizebürgermeister Klaus Aitzetmüller leitet das Projekt. Bei entsprechendem Interesse soll eine „Testversion“ beim Landinger Sommer realisiert werden.

Projekt "Mehr-Personen-Haus"

Die Idee zu den "teilbaren Häusern" bzw. zum "Mehr-Personen-Haus" richtet sich einerseits an die Besitzer von Immobilien, die für die eigene Nutzung eigentlich zu groß oder zu „unpraktisch“ sind, und andererseits an Wohnungssuchende. Das Projekt ist langfristig ausgelegt. Im ersten Schritt geht es zunächst um eine Bedarfserhebung. Die Gemeinde Hinterstoder sucht Menschen, die ihre Immobilie effizienter nutzen wollen, indem sie diese adaptieren bzw teilen. So soll das oben erwähnte Mehr-Personen-Haus entstehen. Gefragt sind auch Wohnungssuchende, die sich vorstellen können, in einem solchen Haus zu leben. Stellt sich aufgrund der Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein entsprechendes Interesse heraus, möchte die Gemeinde gemeinsam Lösungsansätze für das Thema in Hinterstoder erarbeiten.

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