16.09.2014, 11:00 Uhr

"Blattgold des Waldes" entsteht in Rosenau

Von der Sauna bis zum Privatjet trifft man auf Produkte der Firma Rohol.

ROSENAU/HENGSTPASS (wey). Die Geschichte der Firma Rohol in Rosenau am Hengstpass reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Zu Beginn als Sensen- und Sägewerk geführt, begann man 1922 mit der Sperrholzerzeugung. Seit 1981 ist das Werk im Besitz der Familie Stöckl. "Außergewöhnliche Umstände", wie der geschäftsführende Gesellschafter Anton Stöckl umschreibt, haben das Unternehmen Ende 2013 kurzzeitig ins Straucheln gebracht. Eine Insolvenz mit anschließendem Sanierungsverfahren waren die Folge. Mittlerweile ist alles wieder vom Tisch und der Neustart ist gelungen - wenngleich es nicht ganz einfach ist, wie Anton Stöckl schildert: "Als wir begonnen haben, gab es 15 Furnierwerke. Jetzt sind wir seit Jahren das einzige. Die Branche ist sehr innovationsscheu. Durch diese Innovationsresistenz ist der Weltmarkt stark zurückgegangen."

"Furnier anders denken"

In Rosenau hat man daher begonnen, Furniere "anders zu denken". Rohol hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zum Innovationsführer der Branche gemausert. "Mit Holz kann man Individualität perfekt ausdrücken. Es muss nicht alles Plastik sein", so Stöckl. In Zusammenarbeit mit Designern und Architekten und in den firmeneigenen "schrägen Ideengruppen" entstanden viele neue Produkte, etwa Furniere mit dreidimensionalen Oberflächen. Die Innovationen wurden bereits mit zahlreichen internationalen Designpreisen ausgezeichnet.
Produkte aus dem Hause Rohol findet man zum Beispiel im Railjet, bei Segelbooten, in der Wiener U-Bahn, bei Hoteltüren, im Privatjet oder in der Sauna. Derzeit sind 110 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Ein junges, engagiertes Führungsteam sorgt für frischen Wind. Die größten Märkte sind Österreich, Deutschland, Schweiz und Skandinavien. "Wir liefern aber auch nach Mexiko, Japan oder Südafrika", so Stöckl. Der Exportanteil liegt bei 65 Prozent. Auch wenn die Furnierbranche nach wie vor viele Herausforderungen mit sich bringt, ist Stöckl überzeugt: "Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige." Mehr Infos gibt es unter www.rohol.at
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