15.11.2016, 15:19 Uhr

Landes-Energiepreis für das Kirchdorfer Zementwerk

Gerhard Dell (GF OÖ Energiesparverband), Erich Frommwald (CEO Kirchdorfer Gruppe), Anton Secklehner (Prokurist Kirchdorfer Zementwerk Hofmann), Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl (v.li.). (Foto: Foto: Land OÖ / Daniel Kauder)

"Energie Star 2016" für Europas ressourenschonendstes Zementwerk

KIRCHDORF (sta). Oberösterreichs Energiepolitik hat das erklärte Ziel, dass unser Bundesland zu einer Energie-Leitregion wird, insbesondere mit neuen Technologien. Der Weg dorthin führt über Innovationen, die Lösungen für eine effizientere Energienutzung aufzeigen und so die Entwicklung im Bereich Energie-Technologie vorantreiben. „Deshalb hat das Land Oberösterreich auch den Landesenergiepreis ‚Energie Star 2016‘ ausgeschrieben, damit der Weg Oberösterreichs zur Energietechnologie-Leitregion durch möglichst viele innovative Projekte oder Ideen beschleunigt werden kann“, betonte der für das Energieressort zuständige Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl. Das Ergebnis der Ausschreibung war beeindruckend: Nicht weniger als 85 Projekte wurden für denEnergie Star 2016 und 38 Einreichungen gab es von jungen Energieforschern für den 'Young Researchers Award 2016'. Sie wurden von einer Fachjury bewertet. Die 'Energie Stars 2016' wurden von Energie-Landesrat Michael Strugl in Linz ausgezeichnet.

Höchste Standards in Europa
In der Kategorie "Energieinnovation im grossen Stil" konnte das Kirchdorfer Zementwerk die fachkundige Jury überzeugen. Ziel des Kirchdorfer Zementwerks war es, das ressourcenschonendste und emissionsärmste Zementwerk mit den höchsten Sicherheitsstandards in Europa zu werden - das ist gelungen. Mit Hilfe eines ausgeklügelten Verfahrens namens DeCONOx – das gemeinsam mit der oberösterreichischen Firma Scheuch entwickelt wurde - wurde eine einzigartige Anlage zur industriellen Abluftreinigung und Wärmerückgewinnung realisiert. Dabei wird Energie aus der anfallenden Abluft genutzt, um Schadstoffe wie Stickoxide oder organische Verbindungen abzubauen. Die Restenergie wird in den Produktionsprozess zurückgeführt und über eine Wärmerückgewinnung ausgekoppelt. So kann Abwärme von ca. 20.000.000 kWh pro Jahr als Fernwärme über das Netz der Wärme Oberösterreich für über tausend Haushalte in Kirchdorf und Umgebung genutzt werden. Die neuartige Technologie ermöglicht es, zeitweise vollständig auf fossile Energieträger zu verzichten sowie durch Einsatz von geeigneten Recyclingstoffen wertvolle Rohstoffe einzusparen.

Oberösterreich als Energie-Vorzeigeregion
„Eingeladen waren alle innovativen Köpfe in Oberösterreich: Ob Unternehmen, Privatperson oder Verein, Bildungs- oder Forschungseinrichtung - mitmachen konnte jeder in Oberösterreich, der ein innovatives Energie-Projekt umgesetzt oder bereits konkrete Schritte in Richtung Umsetzung unternommen hat“, erklärte Landesrat Strugl. Einreichungen waren aus allen Energiebereichen willkommen: Produkt- oder Gebäudelösungen, Industrieprojekte, optimierte Prozesse, erneuerbare Energie-Anlagen, Kampagnen oder digitale Lösungen. Gesucht wurden herausragende „Technologielösungen von Morgen“, die dazu beitragen, Oberösterreich zur Energie-Vorzeigeregion zu machen. Durchgeführt wurde die Ausschreibung und Vergabe des Landesenergiepreises 2016 vom Energiesparverband des Landes Oberösterreich.
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