03.10.2017, 15:01 Uhr

Lehrlinge gefragter denn je

WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller, Sportartikelfachfrau Anna Ringl und Hubert Huber von Sport 2000 in Hinterstoder. (Foto: WKO)

281 Jugendliche starteten im August mit einer Lehre, dennoch bleiben etwa 30 Lehrstellen unbesetzt.

BEZIRK (sta). Die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Betriebe kann nur durch qualifizierte Fachkräfte aufrecht erhalten werden. Qualifizierte Lehrlinge sind ein starker Wirtschaftsfaktor. "In den letzten Jahren sind Lehrlinge gefragter denn je. Einerseits hängt das mit den schwachen Geburtenjahrgängen zusammen, andererseits wurden in den letzten Jahren mehr Arbeitsplätze und damit auch Lehrstellen geschaffen", sagt Wirtschaftskammer-Obmann, Klaus Aitzetmüller. "Es muss uns gelingen, den Jugendlichen der Region Lust auf jene Berufe zu machen, in denen wir dringend Facharbeiter benötigen. Es geht darum, unsere Lebensqualität und einen starken Wirtschaftsraum auch in Zukunft aufrecht zu erhalten. Der Lehrlingsmangel in technischen und handwerklichen Berufen hat sich auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Inzwischen werden in fast allen Branchen engagierte Jugendliche gesucht." Wir brauchen in Zukunft noch mehr Lehrlinge, um mit der positiven Entwicklung der Wirtschaft auch mithalten zu können. Die duale Ausbildung einer Lehre ist auch keine Einbahnstraße, ganz im Gegenteil – viele Firmenchefs und Führungskräfte haben ihre Karrieren als Lehrling gestartet", weiß Aitzetmüller. Im Bezirk Kirchdorf werden 17.709 Arbeitsplätze, davon etwa 13.000 im Bereich der Industrie und des Handwerks, von den Unternehmen zur Verfügung gestellt. 264 Ausbildungsbetriebe beschäftigen derzeit 837 Lehrlinge.
Julia Bauer, Leiterin des Arbeitsmarktservice (AMS) in Kirchdorf dazu: "Ganz wichtig ist es, dass sich die Jugendlichen rechtzeitig und intensiv mit den verschiedenen Tätigkeitsfeldern und den möglichen Lehrberufen auseinandersetzen. Ich rate allen Interessierten, angebotene Schnuppertage oder die anstehenden Berufserlebnistage am 10. und 11. in der Kirchdorfer Stadthalle zu nutzen. Dort kann man mit den Lehrlingsausbildnern ins Gespräch kommen und sich genau informieren. Auch das AMS bietet Beratungen und einen Überblick über Möglichkeiten und Jobchancen an." Die meisten offenen Lehrstellen gibt es in der Metall- und Kunststoffbranche, gefolgt von Berufen im Fremdenverkehr und der Gastronomie.
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