22.05.2017, 10:16 Uhr

Piesslinger: Erfolg in elfter Generation

Gut 400 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Firma Piesslinger der Konkurrenz einen Schritt voraus ist. (Foto: Piesslinger)

1553 als Sensenschmiedebetrieb gegründet, ist das Mollner Unternehmen heute ein Spezialist für Aluminiumveredelung.

MOLLN (wey). Von der Kaffeemaschine über den Tourenski bis zur Lautsprecherbox und zu Profilen für Fenster und Türen: In einer Vielzahl an Geräten und Dingen des täglichen Bedarfs stecken Teile von Piesslinger. Das Mollner Unternehmen ist nicht nur aus unserem modernen Lebensumfeld kaum wegzudenken. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hat Piesslinger aktiv Sensen produziert. "Durch die technische Revolution in der Landwirtschaft in den 1950er-Jahren war es jedoch notwendig, sich umzuorientieren", sagt Geschäftsführer Klaus Waselmayr. Seither ist der Familienbetrieb, der bereits in der elften Generation geführt wird, spezialisiert auf das Veredeln von Aluminium. Die Eloxalanlage – unter Eloxieren versteht man einen elektrochemischen Prozess zur Oberflächenbehandlung von Aluminium – war die erste ihrer Art in Europa. In den 1980er-Jahren kam eine Pulverbeschichtungsanlage dazu. Mittlerweile verlassen rund 6,7 Millionen Aluteile pro Jahr das Haus.

"Wenn man der Erste ist und der Markt wächst, verdient man viel Geld", so Waselmayr. "Wir waren tatsächlich lange sehr erfolgreich. Allerdings haben wir uns in den letzten Jahren zu sehr mit uns selber beschäftigt und Geschäft verloren." Waselmayr, seit 2014 im Betrieb, stellt klar: „Man hat mich nicht als Sanierer geholt. Als ich kam, hat es aber nicht gut ausgeschaut.“ Er brachte nicht nur frischen Wind ins Unternehmen, sondern führte es zurück in die Gewinnzone. "Wir haben eine neue Strategie entwickelt, eine Vision und Werte formuliert und vor allem die Leute wieder motiviert", erklärt Waselmayr. "Wir beschäftigen aktuell gut 400 Mitarbeiter – um 30 mehr als zu der Zeit, als ich angefangen habe. Wir haben neun Lehrlinge und suchen zehn weitere. In der hauseigenen Akademie bilden wir unsere Fachkräfte aus bzw. weiter. Die Arbeitnehmer verdienen gut und das ist richtig so. Unsere Konkurrenz aus Asien und Osteuropa kann wesentlich günstiger produzieren. Wir müssen also besser, schneller und effizienter sein."

Heuer liegt der Umsatz bei zirka 32 Millionen Euro, binnen drei Jahren sollen es 40 Millionen werden. "Wir wollen künftig noch effizienter werden, mehr auf Digitalisierung setzen und den Personalstand erhöhen", sagt er. "Momentan schaut es sehr gut aus."

www.piesslinger.at
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