57,5 Millionen Euro Budget
Kirchenbeitragszahler sichern Seelsorge

Finanzkammerdirektor Cornelius Inama.

SALZBURG, BEZIRK KITZBÜHEL (jos). Die Erzdiözese Salzburg rechnet in diesem Jahr mit einem ausgeglichenen Budget. Das geht aus dem Haushaltsplan für das Jahr 2022 hervor.
6.335 Frauen und Männer haben im vergangenen Jahr die Glaubensgemeinschaft verlassen. Die Zahl der Wiedereintritte ist gestiegen.

Erzbischof: „Kirche ist angefragt und gefordert“

„Die Unsicherheiten bezüglich der Pandemie bleiben nach wie vor groß. Die Einsparungspläne, die wir uns bereits 2020 vorgenommen haben, beginnen zu wirken. So ist es uns gelungen, ein positives Budget für das Jahr 2022 zu erstellen“, sagt Finanzkammerdirektor Cornelius Inama.
Rund 57,5 Millionen Euro beträgt das Gesamtbudget der Erzdiözese für 2022. Das entspricht einem Plus von 2,65 Prozent zum Vorjahr. Wichtigste Säule bleibt dabei der Kirchenbeitrag mit prognostizierten Einnahmen von rund 50 Millionen Euro, das sind 87 Prozent des Gesamtbudgets. Damit liegen die Erwartungen um rund eine Million Euro höher als 2021.

Die Bedeutung des Kirchenbeitrags wird nicht zuletzt daran deutlich, dass an ihm die Gehälter für die rund 900 Angestellten hängen. Mit 33,5 Millionen Euro (58,3 Prozent) ist der Personalaufwand der größte Posten bei den Ausgaben. An zweiter Stelle kommt mit rund 5,6 Millionen Euro (9,7 Prozent) der Bauaufwand für Gebäude und Kirchen. Das diözesane Baubudget trägt mit einer Verringerung von 500.000 Euro (10 Prozent) zur Erreichung der Budgetziele bei. Dennoch können mehr als 160 Projekte in den Pfarren mitfinanziert werden. Ein Schwerpunkt wird dabei in den nächsten Jahren der Beitrag zur Erreichung der Klimaziele sein; in diesem Bereich investiert die Erzdiözese eine Million Euro, also rund 20 Prozent ihres Baubudgets.
Die Gesamtkosten der in Umsetzung befindlichen Bauvorhaben betragen rund 54,6 Millionen Euro. Im Bezirk Kitzbühel werden heuer u. a. Renovierungen in folgenden Gemeinden unterstützt: Brixen, Kitzbühel, Oberndorf und Kirchdorf.

Mehr Menschen in die Kirche eingetreten

Im Jahr 2021 haben 6.335 Personen die Glaubensgemeinschaft verlassen (2020: 5.177), davon 1.875 im Tiroler Teil der Erzdiözese. 436 Personen widerriefen ihren Austritt oder traten wieder in die katholische Kirche ein (Tiroler Teil 105), das sind um 6,8 Prozent mehr als 2020.
Die Austrittszahlen könne die Erzdiözese nicht einfach zur Kenntnis nehmen, sagt Erzbischof Franz Lackner. Er suche mit jedem Ausgetretenen den Kontakt, biete das Gespräch an. Oft werde zwar der Kirchenbeitrag als Austrittsgrund genannt, dahinter stehe aber meist eine Entfremdung.

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