Portrait
Peggo, der Umtriebige

Peggo Jöchl im Café Praxmair, eine seiner vielen Wirkstätten.
  • Peggo Jöchl im Café Praxmair, eine seiner vielen Wirkstätten.
  • Foto: Markus Mitterer (Bildband "Kitzbühel")
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Hanspeter "Peggo" Jöchl treibt vieles voran, er muss sich aber auch mal zurück nehmen...

KITZBÜHEL (niko). Hanspeter Jöchl, in Kitzbühel besser als "Peggo" bekannt, ist (fast) überall anzutreffen, wo was los ist. Vor allem aber ist er Chef und Mastermind des Vereins "Kleinkunst in Kitzbühel" und im Brotberuf Leiter der städtischen Kulturabteilung.

"1988 haben wir die Kleinkunst gegründet, 2018 war also das 30-Jahr-Jubiläum; gefeiert haben wir das erst jetzt im März mit einem Kultur-Wochenende in unserem Kultur-Stammlokal 'Praxmair'. Zum zehnjährigen Jubiläum haben wir ein Buch, zum 20-jährigen einen Foto-/Künstlerkalender herausgegeben. Nun gab's einen DVD-Rückblick und die Feier mit vielen Künstlern, Freunden und Wegbegleitern. Stefan Sterzinger etwa war ein Mann der ersten Stunde (damals "Franz Franz & The Melody Boys"), Ludwig Müller war wieder da und natürlich unser 'Geburtshelfer' Leo Lukas", schildert der Kulturbewegte.

Geburt der Kleinkunst

Am Anfang der Gamsstädter "Kleinkunst" stand Peggos Freund Pauli Huter, der vom Grazer Theatercafe u. a. das Kabarett Gimpl (später Gloggi & Schicho) nach Kitzbühel lotste. Hier war Wirt Peter Praxmair sofort mit im Boot und das "Prax" sollte zur Heimstätte des neuen Kleinkunst-Vereins werden.
Den ersten Auftritt für den Verein lieferte Leo Lukas am 1. 4. 1988. "Unterstützung bekamen wir (bis heute) auch von Land, Gemeinde, Raiffeisenbank und vielen weiteren treuen Wegbegleitern", so Jöchl.

"Das Ganze war belebend für die Region. Die Künstler kommen nicht wegen der Gage, sondern weil sie sich wohl fühlen und zu Freunden wurden. Nicht nur wir, sondern sehr viele Kulturveranstalter haben im Bezirk sehr viel bewegt, die Szene ist sehr aktiv, es gibt sehr viele Kulurbewegte. Dass man so lange durchhält. liegt an den Personen und auch am treuen Publikum", so Peggo, "das Publikum ist mit uns 'alt' geworden und gewachsen, ebenso die Qualität."

Knapp 400 Veranstaltungen stehen bei der Kleinkunst bereits zu Buche. "Wir konnten immer das veranstalten, was wir wollten, es gab keine Zwänge etwa von Sponsoren. Primär war immer die Qualität und nicht volle Säle. Und immer haben wir auch Nachwuchskünstlern eine Chance gegeben. So erhielt immer der Kleinkunst-Vogel-Graz-Gewinner einen Kitz-Auftritt (u. a. Michael Mittermaier, Paul Pizzera u. a.). Viele davon sind heute Superstars und es ist schon schön, wenn man gesehen hat, dass diese bei uns auf der winzigen Prax-Bühne gestanden sind", so Jöchl.

Kulturwerk gegründet

Peggo war auch Gründungsobmann des Bezirks-Dachverbands "Kulturwerk" (heute im Beirat), einer noch heute einzigartigen und wichtigen Vernetzungs- und Lobbying-Plattform, bei deren Gründung sich der damalige Landesrat Fritz Astl verdient gemacht hatte. "Auch LR Beate Palfrader hat uns auf dieser Ebene immer unterstützt."

Jöchl ist Kulturbeauftragter der Stadtgemeinde (Kulturreferat). Auch in dieser Funktion organisiert er rund 20 Veranstaltungen jährlich. Er war aktiver Fußballer beim FC Kitzbühel und Vorstandsmitglied. "Heute helfe ich beim Fußball halt aus, da mein Sohn im Nachwuchs aktiv ist." Beim Triathlonverein war er ebenso langjähriges Vorstandmitglied (Kassier).

Mit einem "Burn out" musste der Umtriebige im vorigen April leiser treten. "Vieles hat einfach viel Kraft gekostet. Ich habe daher manches zurückgeschraubt, machte heute aber das weiter, was mir am Herzen liegt."

Und so trifft man Peggo als K.S.C.-Mitglied beim Hilfseinsatz bei den Hahnenkammrennen oder auch in der Arbeiterkammer. "Da helfe ich beim AK-Kunstmarkt und auch sonst zwischendurch in der Bezirksstelle, da bin ich stundenweise geringfügig angestellt."

Peggo Jöchl ist verheiratet und Vater zweier Töchter und eines Sohnes. Seine Frau Birgit lernte er übrigens mit leichter Mithilfe des Autors dieser Zeilen "besser" kennen – in der Gründungsnacht des "Kulturwerks" im Jahr 1993.

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