Schutz für Lebensraum kostet Millionen

Die Arbeiten am Gänsbach in Kitzbühel werden viel früher als ge­plant abgeschlossen.
  • Die Arbeiten am Gänsbach in Kitzbühel werden viel früher als ge­plant abgeschlossen.
  • Foto: Archiv/Stadtgemeinde
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Damit die Menschen im Gebirgsland Tirol möglichst sicher leben und wirtschaften können, werden von der Wildbach- und Lawinenverbauung laufend neue Schutzbauten im ganzen Land errichtet.

TIROL/BEZIRK (niko). Für insgesamt 24 Projekte gab es im ers­ten Quartal 2011 den Baustart. Das Land Tirol unterstützt die Baumaßnahmen mit mehr als 2,7 Millionen Euro. Die Gesamtbaukosten für diese Projekte belaufen sich auf mehr als 13 Millionen Euro.

„Unser Land braucht eine ständige Verbesserung des Schutzes vor Naturgefahren. Auch 2011 gehen die Investitionen in diesem Bereich zügig weiter. Bei der Sicherheit für die Bevölkerung und unserer Gäste darf nicht gespart werden“, betont LH-Stv. Anton Steixner. „Mit den nunmehr begonnenen Schutzbauten werden weitere Siedlungsbereiche und Straßenabschnitte in ganz Tirol vor Hochwasser, Muren und Steinschlag geschützt.“

2011 werden tirolweit 64 Mio. € in Schutzbauten gegen Naturgefahren investiert (Wildbach-/Hochwasserbauten, Schutzwalderhaltung/-sanierung).

Im Bezirk fortgeführt werden die Arbeiten in St. Johann an der Reither Ache, gestartet werden die Maßnahmen an der Großache in Kössen (Retentionen, Einmündung Kohlbach, Brücken, Gehwege, wir berichteten). „Mit Jahresende sollte mit den Bauten begonnen werden“, so Bgm. Stefan Mühlberger. Die Gemeinde werde laut Ortschef in den kommenden Jahren rund 1,5 Mio. € aufwenden müssen.

Abschluss und in Arbeit
In Kitzbühel soll heuer das Groß-Projekt „Gänsbach“ früher als erwartet abgeschlossen werden; beendet werden auch die Verbauungen am Brixener Winschbach. In Reith sollen die Arbeiten am Zimmeraubach beginnen. Weitere Projekte sind in Hopfgarten (Bäckergraben, Spitalgraben, wir berichteten), in Westendorf (Feichtnergraben) und in Kirchberg (Rettenbach) in Arbeit.

Die Gesamtkosten aller aktuellen Projekte summieren sich auf über 22 Mio. €; auf das heurige Baujahr entfallen 2,18 Mio. €.

Im Bezirk wurden zuletzt u. a. die Verbauungs-Projekte Nockbach in Jochberg und Schönbachgraben in Hopfgarten (Jahr 2006) finalisiert. Die Pfarraubach-Verbauung in Kitzbühel wurde 2007 abgeschlossen.

2010 wurden tirolweit rund 68 Mio. € für den Schutz vor Naturgefahren aufgewendet.

Die Maßnahmen in den Bezirken Kitzbühel und Kufstein werden von der „Gebietsbauleitung Östliches Unterinntal“ durchgefährt. Dabei werden eine Fläche von 2.133 km2 und 955 Wildbäche betreut. Die Finanzierungsaufteilung beträgt bei den Bezirks-Projekten 54 – 60 % Bund, 17 – 21 % Land und 14 – 27 % Interessenten (Gemeinden etc.).

In Österreich gehen die Anfänge der Wildbachverbauung bis ins 13. Jahrhundert zurück. Erste Lawinenverbauungen enstanden gegen 1850. Die Verbauung des Kitzbüheler Gänsbaches geht auf die Hochwässer 1920 zurück.

Heute ist der Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung eine bundesweite Einrichtung des Lebensministeriums. Die Sektion Tirol ist in sechs Gebietsbauleitungen gegliedert.

Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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