Gemeindeversammlung - Hochfilzen
Bauprojekt nicht unumstritten

Der Konzeptentwurf des Geschäfts- und Wohnhauses am Rossberg; das Projekt der Pletzer Gruppe liegt dem Amt der Tiroler Landesregierung zur Prüfung vor.
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  • Der Konzeptentwurf des Geschäfts- und Wohnhauses am Rossberg; das Projekt der Pletzer Gruppe liegt dem Amt der Tiroler Landesregierung zur Prüfung vor.
  • Foto: Machne & Glanzl Architekten
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Hochfilzener Gemeinderat für Geschäfts- und Wohnbau; Kritik aus Bevölkerung und von den Grünen.

HOCHFILZEN (rw/niko). Bei der Gemeindeversammlung in Hochfilzen wurde auch das Projekt der Pletzer Gruppe präsentiert; es geht um ein Geschäfts- und Wohnhaus im Ortsteil Rossberg. Dieses liegt beim Amt der Tiroler Landesregierung zur Prüfung auf. Das Vorhaben sieht einen Nahversorger und Wohneinheiten vor. „Ob es sich wie kolportiert um 20 Wohnungen handelt, ist konkret nicht bekannt. Der Gemeinde liegt noch kein Einreichplan vor“, so Bgm. Konrad Walk.

Die Fläche wurde von ursprünglich 5.600 m2 auf 4.335 m2 reduziert, weil der Investor bzw. Bauwerber eine Tiefgarage errichtet. Die Größe der Geschäftsfläche entspreche dem Größenschlüssel laut Einwohner und sei vom Raumordnungsgesetz gedeckt.

Zum Vorwurf „Biotop wird großflächig verbaut“ entgegnet der Bürgermeister, dass schon im Vorfeld die Hälfte des Projekts am Rande der als „ökologisch wertvollen Fläche“ als genehmigte Fläche im Raumordnungskonzept verankert war. Die Bevölkerung am Rossberg erhalte auch eine neue Verkehrsanbindung durch eine Bushaltestelle.
Der Zeitplan sieht einen Baubeginn mit Dezember 2019 vor, vorausgesetzt das Land erteilt die Genehmigung. Der Hochfilzener Gemeinderat steht geschlossen hinter dem Projekt steht.

Kritik der Grünen

Der Verbau des Freilands bzw. Biotops stößt auf herbe Kritik der Grünen. „Hochfilzen besitzt in Bahnhofsnähe und umgeben vom zentralen Siedlungsraum ausreichend Gewerbegrundflächen. Für mich ist es unverständlich, dass nun eine ökologisch wertvolle Wiese verbaut und versiegelt werden soll. Das ist raumordnungspolitische Steinzeit und ökologisch ein Frevel", so Bezirkssprecher Helmut Deutinger.
Zudem führe das Projekt zu zusätzlichem Verkehr. Generell sollten Supermärkte nicht am Ortsrang, sondern in den Ortszentren angesiedelt werden, nicht zuletzt um dem Ortskernsterben entgegenzutreten, ergänzt LA Georg Kaltschmid.

Kritik eines Bürgers

Auch ein nicht genannt werden wollender Bürger übt Kritik in einem Schreiben an die Redaktion. In diesem wird auch ein "Gefälligkeitsgutachten zugunsten eines einzigen Großbauern" erwähnt, ebenso die Zerstörung des Biotops, die Verkehrsbelastung, die Flächenversiegelung und die Zerstörung des Landschaftsbildes bei der malerischen Recherkapelle. Bemängelt wird auch das schnelle "Durchwinken" der nötigen Beschlüsse für das Projekt (Raumordnung, Flächenwidmung)  im Gemeinderat.

Der Konzeptentwurf des Geschäfts- und Wohnhauses am Rossberg; das Projekt der Pletzer Gruppe liegt dem Amt der Tiroler Landesregierung zur Prüfung vor.
Biotop und malerischer Landschaftsteil an der Recherkapelle.
Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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