Suchthilfe Tirol
Die regionale Suchthilfe bündelt ihre Kräfte - mit UMFRAGE

Berater Armin Dag, Josef Obermoser und Elke Prem mit Suchthilfe-Tirol-GF Wolfgang Sparber.
  • Berater Armin Dag, Josef Obermoser und Elke Prem mit Suchthilfe-Tirol-GF Wolfgang Sparber.
  • Foto: Kogler
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Verein BIN sowie Suchtberatung Tirol zusammengeführt; Beratung, Begleitung, Betreuung von Menschen mit Suchtproblemen.
BEZIRK KITZBÜHEL.

"Um das Unterstützungsangebot zu bündeln, wurden der Verein such.hilfe BIN und die Suchtberatung Tirol bereits 2020 zur 'Suchthilfe Tirol' zusammengeführt. Der Fokus der Arbeit in den Beratungsstellen in Kitzbühel und St. Johann liegt in der Beratung, Begleitung und Betreuung von Menschen mit Alkohol-, Drogen-, Nikotin- und Medikantenabhängigkeiten sowie von stoffungebundenden Abhängigkeiten wie Spiel- oder Kaufsucht sowie deren Angehörigen",

erklärt Suchthilfe-Tirol-GF Wolfgang Sparber. Geboten werden Einzel- und Gruppenbetreuung, Präventivprogramme und auch eine Nikotinentwöhnung. Die Beratungen sind kostenlos und anonym (finanziert vor allem vom Land Tirol, Anm.).

In der Pandemiezeit sei das Risiko einer Suchterkrankung gestiegen, insgesamt wurden mehr Suchtmittel konsumiert. Bei einer aktuellen Befragung gaben Klienten an, dass sie mehr konsumiert haben (25 %), 12 % hingegen haben weniger oft zu Suchtmittel gefriffen. Als Gründe für Veränderungen im Konsumverhalten werden der Wegfall von sozialen Kontakten, Ängste und Langeweile genannt", so Sparber.

Kennen Sie Menschen mit schweren Suchterkrankungen?

204 KlientInnen

Derzeit betreut die Suchthilfe im Bezirk Kitzbühel 204 KlientInnen (60 % Männer, 40 % Frauen), wobei der Schwerpunkt auf Alkohol (156 Klienten) und Drogen (52) liegt. Kleinere Anteile betreffen pathologisches Glücksspiel, Medikamente, Nikotin, PC-/Internet- und Kaufsüche.

Im Bezirk sind rund 3.250 Menschen alkoholkrank und 6.500 alkoholgefährdet. Betroffen sind vor allem 40- bis 60-Jährige, die Bandbreite reicht jedoch von Zwölf- bis 80-Jährigen.
Rund 30 bis 40 % der Erwachsenen im Bezirk hatten bereits Erfahrung mit Cannabiskonsum.

"Oftmals kommt es auch zu einer polytoxischen Mixtur der Süche (Alkohol, Drogen, Medikamente...). Im Bezirk gibt es auffällig viele Kokainabhängige, wobei da meist auch finanzielle Schieflagen dazukommen. Leidensdruck ensteht auch, wenn man zu spät Hilfe sucht und zur Beratung geht",

schildert Beraterin Elke Prem. "Alkohlsucht ist eine schwere Krankheit, die jedoch gut behandelbar ist und man mit entsprechender Nachsorge auch clean bleiben kann", so Berater Armin Dag. "Auch die Spielsucht hat zuletzt stark zugenommen, auch hier ist eine Beratung bzw. Behandlung wichtig", ergänzt Berater Josef Obermoser.

"Lassen die Betroffenen Hilfe zu, dann sind Suchtprobleme sehr gut behandelbar und die Erfolgschancen sind hoch",

so Sparber, "wir versuchen, Betroffenen und ihren Angehörigen in Einzelgesprächen oder Gruppen zu helfen. Derzeit sind drei MitarbeiterInnen in den Suchthilfe-Beratungsstellen in Kitzbühel und St. Johann tätig." Die Berater sehen die Zusammenlegung der Suchtberatung sehr positiv. "Es gibt nun eine Anlaufstelle für alle, eine gemeinsame Telefonnummer und mehr Beratungsangebot", so Prem.
Suchthilfe-Beratungsstellen: St. Johann, Bahnhofstr. 7; Kitzbühel, Rennfeld 15. www.suchthilfe.tirol
Anlaufstelle bei psychischen Krisen: Psychosozialer Krisendienst Tirol, www.tirol.gv.at/krisendienst

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