Gemeinsam gegen Dämmerungseinbrüche

Einbrecher haben in "dunklen" Monaten Hochsaison.
  • Einbrecher haben in "dunklen" Monaten Hochsaison.
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BEZIRK KITZBÜHEL (niko). Mit Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt jährlich die Zahl der Einbrüche. Die Polizei geht daher wieder verstärkt gegen diese Kriminalitätsform vor: Spezifische Analysemethoden und rasche Fahndungs- und Ermittlungsschritte sollen kombiniert mit mehr Präventionsarbeit entgegenwirken. Der direkte Kontakt zur Polizei steht im Mittelpunkt.

Eine Analyse der Einbrüche der letzten Jahre zeigt, dass die Herbst- und Wintermonate zur einbruchsintensivsten Zeit im Jahr zählen. Die Polizei hat daher in den letzten Jahren zahlreiche Schwerpunkte gegen die Bekämpfung dieses Phänomens gesetzt und die Einbruchszahlen gravierend senken können. Darauf wird nun aufgebaut und es werden weitere Maßnahmen gesetzt.

Vorgehensweise der Täter

"Die Dämmerungseinbrecher schlagen von November bis Jänner zu. Die Täter sind besonders zwischen 16 und 21 Uhr abhängig von der Dämmerungszeit unterwegs. Zu den Tatorten zählen meist Wohnungen und Wohnhäuser, die gut an Hauptverkehrsverbindungen angebunden sind und eine rasche Fluchtmöglichkeit ermöglichen. Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Grundstücken und ebenerdig gelegene Wohnungen stehen ebenso im Fokus", schildert Mjr Karl Kraus vom Bezirkspolizeikommando.

Die Täter versuchen zumeist durch das Aufzwängen von Terrassentüren und gartenseitig gelegenen Fenstern, Türen oder Kellerzugängen ins Objekt einzudringen. Dabei nutzen sie meist die einfachsten Möglichkeiten und brechen mit Schraubenzieher oder einer Zange schlecht gesicherte Türen oder Fenster auf. Gelingt es ihnen einzudringen, haben sie es auf schnell verwertbares Gut abgesehen. Daher ist es ratsam, Schmuck, Bargeld und Wertgegenstände in einem Safe zu verwahren oder am besten keine höheren Bargeldbeträge zuhause zu haben.

Die Polizei ist vorbereitet

Die Polizei beugt diesem Phänomen vor und reagiert zielgerichtet darauf. Vernetzte Analysemethoden, rasche Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen sowie Schwerpunkte beim Streifendienst stehen im Fokus. Großes Augenmerk wird auch heuer wieder auf Prävention und den Kontakt mit der Bevölkerung gelegt. Denn durch eigene, meist einfache Sicherungsmaßnahmen können Einbrecher abgeschreckt werden, was auch die Zahlen der Kriminalstatistik belegen: Im Jahr 2015 sind über 40 Prozent aller Wohnraumeinbrüche in Österreich gescheitert. Dieser hohe Prozentsatz geht erfreulicherweise meist mit dem guten Eigenschutz und den richtig gesetzten Präventionsmaßnahmen der Bevölkerung einher.

"Dabei sind eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht, den Postkasten entleert und das Werbematerial von der Türe entfernt, leistet wertvolle Dienste", so Kraus.

Die Polizei will aber auch die Menschen dazu motivieren, sie bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen, die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen.

Tipps der Kriminalprävention
• Gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind sehr wichtig! Zusammenhalt schreckt Täter ab!
• Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial. Es soll kein unbewohnter Eindruck entstehen. Das Engagement der Nachbarschaft ist hier besonders wichtig.
• Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren.
• Vermeiden Sie Sichtschutz, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht nützen können.
• Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und
installieren Sie eine Außenbeleuchtung.
• Sichern Sie Terrassentüren durch einbruchshemmende Rollbalken oder
Scherengitter.
• Lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

Die Polizei ist österreichweit unter der Telefonnummer 059 133 zum Ortstarif erreichbar.

Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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