Regionalität & Nachhaltigkeit
Kitzbühel verzichtet auf Billigsteinimport aus China

LK-Präsident Josef Hechenberger (li.) und GR Hermann Huber setzen auf heimische Randsteine.
  • LK-Präsident Josef Hechenberger (li.) und GR Hermann Huber setzen auf heimische Randsteine.
  • Foto: Tiroler Bauernbund
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

KITZBÜHEL (jos). Es ist eine Kampfansage an Billigimporte aus China und gleichzeitig eine Förderung der regionalen Werstschöpfung: Die Stadtgemeinde Kitzbühel hat unter GR Hermann Huber ein Projekt ins Leben gerufen, an die viele Bürger in erster Linie nicht denken, wenn es um das Thema Klimaschutz geht: Die Gamsstadt verzichtet seit geraumer Zeit auf Randsteine, die in China produziert werden und greift auf Produkte zurück, die aus Österreich stammen.
Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger wolle man die Klima- und Ökobilanz ausbauen, indem man auf Randstein-Importe verzichtet.

Mögliche Co2-Steuer für Importe

"Die Steine aus China werden teilweise in Schiffen benötigt, um einen Gewichtsausgleich zu schaffen. Die Transportkosten belaufen sich also in den meisten Fällen gegen Null", schildert Hechenberger. "Zusätzlich sind die Schiffe mit Schweröl und steuerfreiem Diesel unterwegs." Der LK-Präsident spricht sich auch für Co2-Zölle für Importe in Europa aus, falls diese den österreichischen Umweltstandards, wie beispielsweise bei den Granitimporten aus China, nicht entsprechen.

Schädlinge als Bedrohung für Landwirte

Neben fehlender regionaler Werstschöpfung sei lt. Hechenberger auch der Import von Schädlingen im Verpackungsholz ein Problem. "Der Laubholzfresser z. B. wurde aus dem Ausland importiert. Er hat in Österreiche keine Feinde und ist somit eine massive Bedrohung für die Landwirtschaft", schildert Hechenberger.

Randsteine aus der Heimat

Mit der Abschaffung des Granitsteinimportes will man in Österreich die Wirtschaft ankurbeln. "Die österreichische Produktion ging aufgrund der Billigimporte von Randsteinen gegen Null. Wir wollen kurze Transportwege für unsere Produkte und die Wertschöpfung im Inland steigern", so Huber. Die österreichischen Randsteine stammen aus Schladming in der Steiermark. "Die heimischen Steine kosten zwar um 30 Prozent mehr, die sind jedoch gut in die heimische Wirtschaft investiert. Das Geld bleibt somit in Österreich im Kreislauf", so Huber abschließend.

Autor:

Johanna Schweinester aus Kitzbühel

Johanna Schweinester auf Facebook
following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!

1 Kommentar

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.