Gemeindeversammlung in Westendorf
Seeprojekt: Großes Interesse an Nachfolgelösung

Nachdenklich verfolgten Bgm. Annamarie Plieseis und Vize-Bgm. Walter Leitner-Hölzl die Diskussion.
  • Nachdenklich verfolgten Bgm. Annamarie Plieseis und Vize-Bgm. Walter Leitner-Hölzl die Diskussion.
  • Foto: Brigitte Eberharter
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

WESTENDORF (be). Seit Jahren schon beschäftigt sich der Gemeinderat in Westendorf mit dem Freibad. Es ist in die Jahre gekommen und es braucht einen Plan dafür, was damit geschehen soll. Bei der Gemeindeversammlung in der vergangenen Woche wurden die bisherigen Lösungsansätze präsentiert.

Zwei Standorte zur Auswahl

Das Interesse bei der Versammlung im Alpenrosensaal war groß. Nach einem Überblick, was in den vergangenen drei Jahren geschehen ist, leitete Bürgermeisterin Annamarie Plieseis ein auf die aktuellen Vorgänge rund um die Planungen zum Schwimmbad. Diesbezüglich wurde im April dieses Jahres mit Ferdinand Oberer ein Unternehmensberater bestellt, der den Prozess zur Ideenfindung begleitete und dieser schilderte die Herangehensweise zur Ergebnisfindung.
Demnach fanden drei Workshops statt, beim ersten ging es um die Analyse. Dabei kam heraus, dass es in der Region vergleichsweise eine enorme Angebotsdichte an Freibädern gibt. Jene in Westendorf, Itter und Jochberg zählte Oberer dabei zu den Uraltprodukten, die 60 bis 80 Tage im Jahr geöffnet und keine besonderen Angebote haben. Auch Hallenbäder gibt es in Kitzbühel, Ellmau und Wörgl. Zudem gibt es etliche Naturseen. Sogenannte Kunstseen mit Badebetrieb sind das Standardprodukt in der Region. Und dann ging es noch um den Standort – bei einem Neubau käme das Ebenbichler Feld in Frage oder das Areal des derzeitigen Erholungsheims Innsbruck, in der Nähe des Golfplatzes.

Projekt "Seensucht"

Jährlich verursacht das Schwimmbad einen Abgang von 130.000 Euro, welcher zu 40 Prozent vom TVB und zu 60 Prozent von der Gemeinde getragen wird. Seitens des TVB wurde nun allerdings bekundet, dass man nicht mehr bereit sei, diesen Abgang zu bezahlen.
Für eine Sanierung des derzeitigen Bades spricht die Tatsache, dass das Grundstück der Gemeinde gehört – was beim Ebenbichler Feld ebenfalls der Fall ist – dass es ein schnell umsetzbares Konzept sei und im Verhältnis wenig Kapital erfordert.
Allerdings habe man dann ein Standardprodukt, wiederum mit wenigen Auslastungstagen und vergleichbarem Abgang. Bei einem Neubau am Ebenbichler Feld bräuchte es zusätzlichen Grund, die Bebauung ist schwierig wegen der Hanglage und auch der Naturschutz hat ein Wort mitzureden.
Aufgrund dieser Analyse haben sich die Teilnehmer der Workshops für das Projekt „Seensucht“, ein Seenprojekt für’s ganze Jahr entschieden. Dazu muss das Areal der Stadt Innsbruck angekauft werden und dort sollte eine Landschaft mit ca. zwei Hektar Wasserfläche entstehen, mit einem Zentralgebäude und Attraktionen am und im See. Das Investment dafür würde etwa 14 Mio. Euro betragen, allerdings könnte dieses Projekt das ganze Jahr über genützt werden und der Tourismusverband hat sich bereits dafür ausgesprochen und eine Kostenbeteiligung ist sicher.

Mobilitätskonzept derzeit in Arbeit

Weitere Partner könnten dafür gefunden werden. Der Gemeinderat hat nun eine Absichtserklärung abgegeben und es werden die Verhandlungen mit der Stadt Innsbruck aufgenommen.
Vize-Bgm. Walter Leitnber-Hölzl bezeichnete es als einmalige Chance, erklärte aber auch, dass absolut noch nichts fix sei. Das größte Problem dürfte an der Zufahrt liegen, denn schon jetzt klagen die Anrainer über den zunehmenden Verkehr Richtung Bergbahn und Golfplatz. Ein Mobilitätskonzept ist derzeit in Ausarbeitung, darin wurde diese Variante des Schwimmbades noch nicht berücksichtigt, doch die Bürgermeisterin versicherte, dass man dies natürlich einarbeiten wird müssen.

Autor:

Johanna Schweinester aus Kitzbühel

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