Skilifte Kirchdorf
Skilifte Kirchdorf bleiben ein "Problemkind"

Die Skilifte Kirchdorf kämpfen seit Jahren mit Verlusten.
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  • Die Skilifte Kirchdorf kämpfen seit Jahren mit Verlusten.
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Das "Problemkind" Skilifte Kirchdorf bleibt auf der Gemeindeagenda; Verluste, neue Zukunftspläne.
KIRCHDORF. Bereits 2018 wurden in Kirchdorf Pläne eines Investors für einen Ausbau, einen Ganzjahresbetrieb und die Attraktivierung der Skilifte präsentiert ("Projekt 365"). Die Investitionskosten wurden damals auf zehn Millionen Euro geschätzt. Mit der Investition verbunden war die Hoffnung, die jährlichen Verluste der Liftgesellschaft reduzieren zu können – wir berichteten mehrfach.

Doch die Pläne scheiterten; im Herbst 2020 wurde für eine Investition ins Skigebiet ein neuer Partner/Investor im Gemeinderat vorgestellt. Erneut wurde ein Ausbau zu einer Ganzjahreseinrichtung in Aussicht gestellt.

Nein zum Zusperren

In der Zwischenzeit sah es dann so aus, als ob die Lifte im Winter 2020/21 gar nicht aufsperren würden. Das führte zu Kritik und Widerstand vor allem des Wintersportvereins und der Skischule und zu einer Unterschriftenaktion für den Erhalt der Skilifte. Es wurde dann gemeinsam mit der Gemeinde ein Voucher-Projekt ins Leben gerufen. Letztlich sperrten die kleinen Lifte auf, jedoch ohne Sessellift, der den Winter über aus Kosten- bzw. Einsparungsgründen nicht in Betrieb ging.

"Durch aktive Bürgerbeteiligung wurde klar kommuniziert, dass der Erhalt des Skilifts vielen Bürgern am Herzen liegt",

merkte Bgm. Gerhard Obermüller dazu an.

Fakt ist, dass die Lifte jährlich Verluste produzieren und die Kassen der Mehrheitseigentümer – Gemeinde und TVB – belasten. Trotz einer Entschuldung vor einigen Jahren muss jährlich Geld zugeschossen werden. Zuletzt wurde im Gemeinderat im Oktober 2020 ein Kostenzuschuss von 134.000 € an die Skilift GmbH & Co KG für die Wintersaison beschlossen (verbunden mit dem Appell an den TVB, seinen finanziellen Beitrag im bisherigen Ausmaß zu leisten, Anm.).

Auch der Jahresabschluss 2019 der Skilift GmbH und der Skilift GmbH & Co KG wurde von GR Florian Schluifer (GF Skiliftegesellschaft) im Gemeinderat (November 2020) vorgetragen. Dieser wurde mit einem Verlust von 78.200 mit 14:1 Stimmen zur Kenntnis genommen. Die Umsatzerlöse hatten 163.200 € betragen (2018: 195.000 €), die Zuschüsse (Gemeinde, TVB, ARGE etc.) betrugen 152.200 €. An Personalaufwand fielen 187.600 €, an Betriebsaufwendungen 196.800 € an.
Vize-Bgm. Gerald Embacher (Nein-Stimme) merkte dazu an,

"dass die Gemeinde nciht als Liftbetreiber auftreten sollte, da es fast unmölgich erscheint, das Geschäftsjahr auch bei guten Bedingungen ohne Verlust abzuschließen."

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