FPÖ/Skandal/Neuwahlen
"Ibiza-Affäre ist eine Katastrophe!"

Die Österreicher müssen zur Wahlurne schreiben.
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Stellungnahmen aus dem Bezirk Kitzbühel zur FPÖ-/Ibiza-Affäre und Neuwahlen.

BEZIRK KITZBÜHEL (niko/jos). "LA Alexander Gamper und Bezirks-Obmann Robert Wurzenrainer sind nicht befugt, ein Statement abzugeben", antwortet Johann Überbacher von der FPÖ Tirol auf unsere Anfrage für Stellungnahmen der FP-Bezirkspolitiker. Für Aussagen zur aktuellen Causa sei nur FP-Landes-Obmann Markus Abwerzger befugt (dessen Statement siehe Seite 22).

"Ich unterstütze den eingeschlagenen Weg zu Neuwahlen; so wäre es einfach nicht weiter gegangen. Ich hoffe dass wir nach der Wahl positiv mit guten Vertretern in der Regierung weiter arbeiten können. Es ist schade, dass man den bisherigen erfolgreichen Weg nicht weitergehen konnte", so ÖVP-Bezirksobmann Peter Seiwald.

"Eine Frechheit"

"Schade, dass das Projekt in die Hose gegangen ist, da zuletzt gut gearbeitet wurde und etwas 'weiter-gegangen' ist; zuvor hatte es mit der SPÖ ja einen Stillstand gegeben", so Hubert Almberger (interimistischer St. Johanner Ortschef, ÖVP). Was sich Strache erlaubt habe, sei "eine Frechheit und eine Katastrophe", so Almberger. Er unterstütze die Vorgangsweise von Bundeskanzler Kurz, "Neuwahlen müssen sein, auch Innenminister Kikl ist nicht mehr tragbar; ich hoffe, dass sich künftig neue Optionen zur Regierungsbildung und einen Neubeginn in der politischen Mitte auftun."

"Es ist gut für Österreich, dass wieder eine ordentliche Politik möglich wird. Die Ibiza-Story ist ein beispielloser Skandal und ein Sittenbild von den FPÖ-Politikern. Viele FP-Wähler waren zu gutgläubig. Ich bin gespannt, was noch alles auftauchen wird. Es hat sich für mich bestätigt, dass die Freiheitlichen nicht regierungsfähig sind", so Grünen-Bezirkssprecher Helmut Deutinger.

LA Claudia Hagsteiner (SPÖ) über die Ibiza-Affäre: "Spätestens jetzt haben alle gesehen mit welcher Dreistigkeit und Skrupellosigkeit die FPÖ agiert. Wir haben immer davor gewarnt. Sebastian Kurz hat die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass er diese Menschen in die Regierung geholt hat und ihnen die wichtigsten Ministerien übergeben hat. Unser Landesvorsitzender Georg Dornauer hat es bereits klar gestellt: Wer solche Fehler macht, darf nicht wieder Bundeskanzler werden."

Stimmen aus der Wirtschaft

"Die Vorkommnisse schaden sicherlich dem Vertrauen in die Politik und die Republik Österreich. Alle nötigen Maßnahmen müssen jetzt konsequent, rach und transparent gesetzt werden, um die Reputation Österreichs wieder herzustellen und zu stärken. Neuwahlen sind daher richtig, damit die Bürger ihre Vertreter wählen können, denen sie vertrauen wollen", so Bergbahn-Kitzbühel-Vorstand Sepp Burger.

"Ein klares Ja zu Neuwahlen; ob wieder ein Vertrauen in die Politik entstehen kann, ist für mich fraglich; wie auch, wenn uns Politiker auf der Nase herum tanzen", so Skischulleiter und Golfclub-Manager Gerhard Pühringer (Waidring, Erpfendorf).

Jochbergs Bürgermeister Günter Resch (FPÖ) wollte sich nicht zur Ibiza-Affäre äußern.

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