Fußball
Ächtung für das Granulat

Regierungsbeschluss gegen Granulateinsatz: LH G. Platter, LH-Stv. I. Felipe und J. Geisler.
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  • Foto: Land/Brandhuber
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LH Platter zum Thema "Granulat": „Höchste Umweltstandards auf Tirols Sportplätzen“.

TIROL/BEZIRK KITZBÜHEL (niko). Der Bau von Kunstrasenplätzen mit Verwendung von Gummigranulat wird künftig seitens des Landes Tirol nicht mehr gefördert (Beschluss Tiroler Landesregierung).
Im Gegenzug dazu erhöht sich der Zuschuss beim Bau von Kunstrasenplätzen, bei denen auf Gummigranulat verzichtet wird: 25 % der Kosten sollen förderbar sein (bisher 15 %). 500.000 Euro sind dafür veranschlagt.

„Durch die Schneeschmelze und die ständige Aufbereitung und Reinigung der Kunstrasenplätze gelangt das Gummigranulat häufig in Böden und Gewässer, was wiederum eine große Belastung für Natur und Umwelt darstellt. Die möglichen Risiken für die Ökologie können und wollen wir nicht mittragen. Kunstrasenplätze mit verfülltem Granulat sind für uns daher nicht mehr förderwürdig", so LH Günther Platter.

Auch für Umweltreferentin LH-Stv. Ingrid Felipe ist dies eine wichtige Maßnahme: „Jedes Jahr werden Tonnen von Mikroplastik in Form von Granulat von Tirols Kunstrasenplätzen abgetragen. Es liegt in unserer Verantwortung, die Förderstrukturen nun zu ändern, um diese Entwicklungen nicht zusätzlich auch noch zu unterstützen. Die Unmengen an Plastikpartikeln schaden nicht nur dem Ökosystem rund um den Sportplatz, sondern gelangen über Umwege auch in unsere Bäche."

Rasenplätze ohne Granulat

„Uns ist bewusst, dass die Anschaffungskosten für unverfüllte Kunstrasenplätze teilweise weit höher sind. Dem tragen wir in Form eines höheren Fördersatzes Rechnung“, so LH-Stv. Josef Geisler.

Derzeit sind in Tirol 47 Spielstätten mit einem Kunstrasen ausgestattet. Lange Winter in Tirol lassen den Naturrasen oft sehr lange feucht bleiben. Kunstrasenplätze sind daher nötig, um z. B. Fußball überhaupt in dem Ausmaß ausüben zu können, so Platter.

In Kitzbühel hatte es bereits politische Diskussionen rund um den Kunstrasenplatz und dessen Granulat gegeben (wir berichteten). LA GR Alexander Gamper sieht sich nun in seinen Bemühungen gegen das Granulat bestätigt.
Im Bezirk bestehen Kunstrasenplätze in Kitzbühel, Kirchberg und Going.

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