Biathlon
Biathleten in der Kältekammer

Lisa Hauser und Julia Schwaiger war die Eiseskälte ins Gesicht geschrieben.
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  • Lisa Hauser und Julia Schwaiger war die Eiseskälte ins Gesicht geschrieben.
  • Foto: Lisa Hauser/privat
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Belastungsprobe für heimische Biathletin in der kanadischen Eiseskälte.

REITH/HOCHFILZEN (niko). Canmore wird Lisa Hauser nicht nur aufgrund der eisigen Temperaturen (um die minus 30 Grad) in Erinnerungen bleiben. Die Reither Biathletin holte beim Weltcup mit ihren ÖSV-Teamkolleginnen Platz sechs in der Staffel und damit das beste Ergebnis in der Biathlon-Geschichte Österreichs. Dominik Landertinger lieferte in der kanadischen „Kältekammer“ solide Rennen.

Arktische Temperaturen und schwierige Windverhältnisse: Der Weltcup  in Canmore war für die Biathleten eine Belastungsprobe. Eine, die für Lisa Hauser (Reith, K.S.C.) mit einem historischen Ergebnis endete. Gemeinsam mit Christina Rieder, Julia Schwaiger und Simone Kupfner holte die 25-Jährige im Staffel-Bewerb Platz sechs. Nie zuvor gelang einer österreichischen Damen-Staffel eine bessere Platzierung.

Die Reitherin, die als Schlussläuferin auf Platz acht ins Rennen ging, lieferte in Loipe und am Schießstand ein starkes Rennen und überquerte am Ende mit einem Nachlader und 2:49,1 Sekunden Rückstand als Sechste die Ziellinie. „Der Wind macht das Ganze bei diesen Verhältnissen eigentlich unausstehlich. Schade, dass der eine Fehler passiert ist. Aber am Ende war es ein sechster Platz, das beste Ergebnis bisher, das ist natürlich cool,“ so Hauser.

Der Einzelbewerb am Vortag wurde aufgrund der niedrigen Temperaturen von 15 auf 12,5 Kilometer verkürzt. Anstatt einer Strafminute gab es pro Schießfehler 45 Strafsekunden. Bei dieser Weltcup-Premiere landete Hauser mit zwei verfehlten Scheiben auf Platz 15.

Landertinger im Einzel 19., 5. mit der Staffel

Dominik Landertinger (Hochfilzen) kämpfte sich beim Übersee-Auftakt im verkürzten Einzel-Bewerb mit zwei Fehlschüssen und guter Laufleistung auf Platz 19. „Im Großen und Ganzen ein ordentliches Rennen. Die Kälte war für mich wirklich brutal,“ meinte Landertinger nach dem Rennen.

Auch im Staffelrennen lieferte Landertinger ein solides Rennen. Der Hochfilzener ging als Fünfter ins Rennen, musste im Stehendanschlag zweimal nachladen, konnte aber dennoch einen Platz gutmachen. Mit insgesamt drei Strafrunden und elf Nachladern bei schwierigen Windverhältnissen kam das ÖSV-Gespann Leitner, Eder, Eberhard und Landertinger am Ende aber mit 3:22,3 Minuten Rückstand ins Ziel und nicht über Platz fünf hinaus.
Auch Sprintbewerbe standen für Damen und Herren in Canmore auf dem Rennkalender, mussten aber abgesagt werden. Die laut Reglement zulässige Temperatur von maximal –20 Grad wurde unterschritten.

Vor WM noch Salt Lake City

Während es für Landertinger zu den WM-Vorbereitungen zurück ins PillerseeTal geht, zieht der Biathlon-Tross nun weiter nach Salt Lake City, Soldier Hollow, dem letzten Stopp vor der WM in Schweden ab 7. März.
Auf dem Rennkalender stehen Sprints und Verfolgungsrennen der Damen und Herren, sowie eine Single-Mixed- und eine Team-Mixed-Staffel.

Lisa Hauser und Julia Schwaiger war die Eiseskälte ins Gesicht geschrieben.
Auch Dominik Landertinger versuchte sie mit Tapes gegen die Kälte zu schützen.

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