Jubilar
Die Stadt geprägt: Klaus Reisch ein 90er

Kameradschaftsbund, Kaiserjäger und ARGE-Partner gratulierten Klaus Reisch (Mi.).
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KITZBÜHEL (niko). Am 16. Oktober feierte Klaus Reisch seinen 90. Geburtstag. Zur Feier lud der K.S.C. in den Rathaussaal und das offizielle Kitzbühel gratulierte: Kaiserjäger, Kameradschaftsbund und ARGE-Partner (Stadt, TVB, K.S.C., Bergbahn AG) stellten sich mit Delegationen ein.

"Dass wir uns im Rathaus treffen, hat eine tiefe Symbolik. Hier fanden früher viele Hahnenkammrennen-Sitzungen statt, Klaus Reischs Großvater und Vater waren beide Bürgermeister und der Jubilar ist einer der prägendsten Persönlichkeiten der Stadt", so K.S.C.-Präsident einleitend. Auch Bgm. Klaus Winkler sprach von einem "passenden Ort für diese Feier. Die Wurzeln der Familie Reisch sind auch im Rathaus tief verwurzelt und die jüngere Historie der Stadt ist untrennbar mit der Familie Reisch verbunden."

Viele Gratulanten

Roman Pischl gratulierte im Namen der Kaiserjäger, denen sich der Jubilar stark verbunden fühlt. Norbert Obermoser zog für den Kameradschaftsbund den Hut vor Reisch und dankte für "die wohlwollende Unterstützung" (Reisch ist Ehrenmitglied, Anm. d. Red.).

Für den K.S.C.-Weisenrat, der nahezu vollständig antrag, gratulierte Michael Horn. Reisch war 2003 erster Vorsitzender des Rates gewesen. Horn würdigte besonders die Verdienste Reischs um das Hahnenkammrennen. Huber ergänzte, dass alle drei Ehrenmitglieder des K.S.C. anwesend seien (Reisch selbst, Horn und Christian Poley, Anm. d. Red.).

"Als Klaus Reisch 1928 geboren wurde, gab es das HK-Rennen noch gar nicht. Ab 1931 hat er alle Rennen bis heute miterlebt. Er und seine Frau Sigrid hatten immer ein intensives Verhältnis zum Rennen. Klaus hat wie schon sein Vater und Großvater hohe Verantwortung dafür getragen. Er hat auch die wichtigsten Prinzipien formuliert und umgesetzt: Schutz und Versorgung der (Normal-)Zuschauer, Schutz des Geländes und Schutz der Werbetreibenden (siehe unten). Qualität ging ihm immer vor Quantität. Heutige Eckpunkte (Verkehr, Medien, Kontrolle etc.) fußen auf seinen Prinzipien", so Huber in seinen Grußworten.

Große Ehre

"Es ist mir eine große Ehre und Freude, einer herausragenden Persönlichkeit und einem konsquenten, verlässlichen, disziplinierten, aber auch einfühlsamen Partner gratulieren zu können", so ein sichtlich berührter Bergbahn-Vorstand Sepp Burger.

Signe Reisch, TVB-Chefin und Tochter des Jubilars, zeigte sich stolz auf Urgroßvater, Großvater und Vater. "Du warst immer der Größte und die Autorität in der Familie. Du hast deine Wurzeln behalten und warst immer visionär – als Anwalt, Gast- und Landwirt."

"Klaus Reisch hat sich hohe Verdienste um Tourismus, Stadt und HK-Rennen erworben. Er stellt immer die Sache und nie seine Person in den Vordergrund. Das Vorbild Klaus Reisch ist gar nicht hoch genug zu würdigen", so Bgm. Winkler.

"Wenn man all die lobenden Worte hört – war ich wirklich so gut?" fragte der Jubilar schmunzelnd. Er fühle sich von seinem "erweiterten Garten" aus (Rasmusleiten, Streif-Zielgelände, Anm. d. Red.) der Stadt tief verbunden und dankte für die vielen Gratulationen und Geschenke.

Die Stadt geprägt

Klaus Reisch wurde 1928 als Sohn von Hermann und Herma Reisch geboren. Er ist Enkel von Skipionier Franz Reisch. 1951 promovierte er, 1954 heiratete er Sigrid (sieben Kinder, 13 Enkelkinder). 1958 eröffnete er seine Rechtsanwaltskanzlei; nach 50 Jahren emeritierte er als Anwalt. Er war zudem Land- und Gastwirt und Golfplatzbetreiber. Sport, Reisen und Geschichte waren geliebter Ausgleich zum Berufsalltag.

Wegweisend waren 1968 die Errichtung des ersten Selbstbedienungsrestaurant "Red Bull" und 1977 die Eröffnung des ersten öffentlichen 9-Loch-Par-3-Golfplatzes Österreichs.
Ebenso prägend war der Rechtsstreit mit einem Sonnencleme-Hersteller, der seine Produkte beim HK-Rennen verteilen wollte. Er gewann die Klage und wurde vom OGH 1965 bestätigt; festgelegt sind damit die Rechte des Grundeigentümers gegenüber Werbemaßnahmen Dritter. Das wirkt bis heute auf der Rasmusleiten, wo nichts ohne Reischs Zustimmung passiert. Marktschreier und Trittbrettfahrer müssen draußen bleiben...

Fotos: Kogler, Obermoser

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