Koasalauf 2018: Alles Kaiser!

Nur Stefan Sutter (rechts) konnte Katerina Smutna biegen. 65/100 trennten die den schnellsten Mann von der schnellsten Frau nach 50 Kilometer im klassischen Stil
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  • Nur Stefan Sutter (rechts) konnte Katerina Smutna biegen. 65/100 trennten die den schnellsten Mann von der schnellsten Frau nach 50 Kilometer im klassischen Stil
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ST. JOHANN i.T. (han). Kaiserliche Loipen und am Sonntag auch Kaiserwetter. Die 46. Auflage des Int. Tiroler Koasalaufs stand unter einem guten Stern. Von manchen Teilnehmern wurde auf der Loipe gekämpft, als gäbe es kein Morgen. Im Ziel angekommen, verbrüderte man sich förmlich mit den Konkurrenten von vorhin, umarmte sich und gratulierte. Für andere wiederum waren Platzierung und Laufzeit Nebensache. Nur das Ziel erreichen, lautete die Devise. Dort angekommen, gab es jede Menge Glücksmomente. Die Stimmung unter den Teilnehmern aus 28 Nationen  war die eines echten Langlauffestes.

Stefan Sutter rettete die Ehre der Männer
Den Anfang machten am Samstag die Bewerbe im klassischen Stil (über 8, 28 und 50 Kilometer). Die 50 Kilometer Marathondistanz endete mit einem historischen Ereignis. Denn mit Katerina Smutna sprintete erstmals eine Dame mit um den Tagessieg. Die Ex-ÖSV-Läuferin und zweimalige Olympia-Teilnehmerin (Vancouver 2010, Sotschi 2014), die jetzt wieder für ihr Heimatland Tschechien an den Start geht, musste sich nur dem Vorarlberger Stefan Sutter geschlagen. Lediglich 65 Hundertstel trennten Smutna von der Sensation, als erste Dame die Gesamtwertung beim Koasalauf zu gewinnen. Stefan Sutter trat hingegen in die Fußstapfen seines Bruders Martin Suttner, der 2012 und 2013 ebenfalls im klassischen Stil auf der Langstrecke triumphiert hatte. 400.- Euro Preisgeld versüßten dem Bregenzerwälder seinen großen sportlichen Erfolg.
Wie eine Siegerin strahlte auch die Drittplatzierten Dame, Ella Jackson. Die 20-jährige schaffte es als Australierin beim Koasalauf auf das Podest. Erst einmal, bei einem Rennen zum Australia/New Zealand Cup, gelang der U23-Nationalkaderläuferin ein Top-3-Resultat bei einem internationalen Rennen. Dementsprechend riesig war ihre Freude über den Überraschungscoup auf Tiroler Boden.

Über 28 Kilometer verfehlte Lokalmatador Florian Seiwald (St. Johann) als Vierter nur knapp das Stockerl.

Moosmann gewinnt 28km-Skating-Bewerb
Seine Schnelligkeit stellte Tobias Moosmann (SC Kössen) am Sonntag auf der 28 Kilometer-Mitteldistanz (freie Technik) unter Beweis. Der amtierende Tiroler Sprintmeister setzte sich im Zielsprint der achtköpfigen Spitzengruppe durch und siegte vor den beiden Biathleten Nikolaus Leitinger (SC St. Martin bei Lofer) und Peter Brunner (Lavant/Osttirol).

Kitzbichler 5. auf Langstrecke
Im 50km-Königsbewerb führte Michael Willeitner (2:02:45) einen deutschen Doppelerfolg an. Platz drei ging an Österreichs größte Nachwuchshoffnung im Biathlonsport, den Tiroler Felix Leitner. Der 21-jährige, der sich vor zwei Wochen zum Biathlon-Europameister kürte, ist nicht für Olympia qualifiziert und nutzte die Biathlon-Pause für einem "Ausflug" zum Volkslanglauf. Hinter Urban Lentsch (4.), Koasalauf-Sieger 2016, glänzte Christian Kitzbichler (SC Kössen) mit dem fünften Gesamtrang.

Hart, härter, 100K
Zum zweiten mal nutzten die Härtesten unter der St. Johanner Sonne die Herausforderung, sich der Kombiwertung K100 zu stellen. Dabei gilt es an beiden Tagen, die 50-Kilometer-Rennen erfolgreich zu absolvieren. 4 Damen und 33 Herren zeigten sich den Strapazen gewachsen. Barbara Laner (Kitzbüheler Skiclub) gewann die Wertung bei den Damen. Von den heimischen Herren spulten Toni Ehrensperger, Fritz Kaufmann und Klaus Embacher an beiden Renntagen die 100 Kilometer ab. 

46. Int. Tiroler Koasalauf
10./11. Februar 2018

ERGEBNISSE
Klassisch 28km (244 Teilnehmer im Ziel)
Damen: 1. Federica Simeoni (ITA) 1:41:49; 2. Sanne Kaindl (LLC Angerberg) +3:34; 3. Elena Pfennich (SK Maishofen) +6:04;
Herren: 1. Toni Escher (GER) 1:25:20; 2. Patrick Winkler (GER) +0:40; 3. Robert Pedevilla (WSV Neustift) +0:52; 4. Florian Seiwald (St. Johann) +1:09; 10. Georg Wörter (St. Ulrich) +2:58;

Klassisch 50km (278 Teilnehmer im Ziel)
Damen: 1. Katerina Smutna (CZE) 2:29:35; 2. Sarka Stadlerova (CZE) +24:59; 3. Ella Jackson (AUS) +30:51;
Herren: 1. Stefan Sutter (AUT) 2:29:34; 2. Marius Osvold (NOR) +0:01; 3. Thomas Steurer (AUT) +0:25; 55. Oskar Reisenbauer (Erpfendorf) +22:55; 56. Toni Ehrensperger (Kitzbüheler SC) +23:30; 61. Stefan Praher (SC Fieberbrunn) +24:50;


Skating 28km
(381 Teilnehmer im Ziel)
Damen: 1. Susanne Hoffmann (ÖSV Biathlon) 1:15:44; 2. Lisa Scheufele (GER) +3:09; 3. Lisa Osl (LLC Angerberg) +3:41;
Herren: 1. Tobias Moosmann (SC Kössen) 1:09:13; 2. Nikolaus Leitinger (ÖSV Biathlon) +0:00; 3. Peter Brunner (ÖSV Biathlon) +0:01; 11. Alexander Nuss (HSV Hochfilzen) +4:19; 14. Tobias Kammerlander (St. Johann) +4:46;

Skating 50km (343 Teilnehmer im Ziel)
Damen: 1. Sigrid Mutscheller (GER) 2:15:49; 2. Barbara Häsch (GER) +12:38; 3. Sarina Käfferlein (GER) +15:27; 5. Nadja Prieling (Reith b. K.) +16:30;
Herren: 1. Michael Willeitner (GER) 2:02:45; 2. Toni Escher (GER) +0:02; 3. Felix Leitner (ÖSV Biathlon) +0:17; 5. Christian Kitzbichler (Kössen) +0:46; 12. Georg Wörter (SC St. Ulrich) +12:51; 14. Simon Danzl (SV Erpfendorf/Wald) +12:55; 33. Bernd Bergmann (SC Fieberbrunn) +18:15; 39. Peter Hechenberger (Kitzbühel) +19:40; 41. Toni Ehrensperger (Kitzbüheler SC) +20:40; 44. Christian Koidl (Brixen) +21:32; 46. Andi Mayr (SV Erpfendorf) +22:45;

100km Kombiwertung
Herren: 1. Martin Furrer (SUI) 4:55:04; 8. Toni Ehrensperger (Kitzbüheler SC) 5:16:31; 12. Fritz Kaufmann (SC St. Johann) 5:34:35; 20. Klaus Embacher (Kitzbüheler SC) 6:05:50;
Damen: 1. Barbara Laner (Kitzbüheler SC) 5:53:07; 2. Greta Hoppe (GER) 5:53:51; 3. Isabella Michaelek (SC Wagrain) 6:47:27;

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