Zwischen Brillanz und Brisanz

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BEZIRK (han). 20 Zähler aus zehn Partien (6 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen, 27:15 Tore), dazu der Cup-Triumph über Regionalligaklub Wattens - seit seinem Comeback als Kitzbühel-Trainer hält Alex Markl die Fans bei Laune. “Das Niveau der Tirol Liga hat sich gravierend gesteigert, nicht zuletzt durch den Zugang ehemaliger Klubs der Regionalliga. Jede Runde ist eine Herausforderung”, schildert der 51-Jährige die gewachsenen Ansprüche beim Aushängeschild des Bezirks. “Leider sind wir noch nicht konstant genug. Platz 5 am Saisonende ist aber durchaus realistisch”. Um dieses Ziel zu erreichen will Markl die Winterpause dazu nutzen, die gute Qualität des Kaders mit jungen Spielern auf eine breitere Basis zu stellen.
Im Fußball-Ranking des Bezirks auf Platz 2 liegt der FC St. Ulrich. Titelkampf statt Abstiegssorgen heißt es für die Elf von Engelbert Wörter und Co-Trainer Didi Tengg, die die Landesliga als Winterkönig anführt. “Wir haben eine ausgezeichnete Kameradschaft und alle sind mit Riesenfreude dabei”, so Gotfried Danzl, Sportlicher Leiter, über die Basis, auf der seiner Meinung nach der Höhenflug aufbaut. Warum dieser nach der Gebietsliga auch eine Klasse höher anhält? “In der Landesliga überwiegt die spielerische Komponente. Das kommt uns zugute, da sind wir stark.”
Am anderen Ende der Tabelle liegt St. Johann, dessen Leidensweg gleicht einem Marathon. Die Elf von Emir Music ist ein gern gesehener Punktelieferant. “Es ist das erste mal in meiner Trainerkarriere, aus zehn Runden nur einen Zähler gemacht zu haben”, gibt sich der gebürtige Kroate zerknirscht, der im September Herbert Sevignani als Trainer abgelöst hat. “Momentan haben wir nicht genügend Qualität, um in der Liga bestehen zu können. Da müssen wir realistisch sein. Dennoch wollen wir im Frühjahr versuchen, das Umögliche (Anm.: Klassenerhalt) möglich zu machen”. Ein Ziel, für das auch die Kicker von SPG Hopfgarten/Itter und SV Kirchdorf, Drittletzter und Vorletzter der Landesliga, in der Winterpause kräftig schuften werden müssen.
Ein Blick auf die Spielklassen darunter offenbart eine ähnliche Zweiklassen-Gesellschaft. Die Brixental-Vereine Brixen, Kirchberg (2. und 4. der Gebietsliga) und Westendorf (2. Bezirksliga, ein Spiel weniger) überwintern ebenso in aussichtsreicher Tabellenposition wie Reith (4. in 1. Klasse), St. Johann 1b und Waidring (3. und 4. in 2. Klasse). Einen Zahn zulegen müssen, wollen sie den Klassenerhalt schaffen, Kössen (12. Bezirksliga) und Hochfilzen (12. in 1. Klasse). Oberndorf und Kitzbühel 1b, beide ohnehin im Fußballkeller, brauchen sich ohnehin nur nach vorne zu orientieren.
Ob goldener Herbst oder Haloween seit Saisonbeginn, abgerechnet wird bekanntlich erst am Schluss der Meisterschaft.

Fotos: Kogler, Habison

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